Haushaltsantrag mit SPD, FDP zu: Umzugsmanagement
03. Nov 2014

An
die Vorsitzende des Ausschusses für Wohnungswesen und Modernisierung
Ratsfrau Antonia Frey

Sehr geehrte Ratsfrau Frey,

die Fraktionen von SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP bitten Sie, folgenden Änderungsantrag auf die Tagesordnung zum TOP 8 „Haushaltsplanentwurf 2015“ der Sitzung am 3. November 2014 zu nehmen und zur Abstimmung zu bringen:

Zur Konzepterstellung für ein Projekt „Umzugsmanagement in Düsseldorf“ werden die notwendigen Haushaltsmittel eingestellt. Hierfür soll durch ein entsprechend erfahrenes Planungsbüro ein Konzept erstellt werden, wie Wohnungsunternehmen dazu angeregt werden können, ein Umzugsmanagement innerhalb ihres Unternehmens einzuführen.

Dieses Umzugsmanagement soll dazu dienen, älteren Menschen, die gegebenenfalls nach dem Auszug der Kinder oder dem Tod des Partners / der Partnerin in einer für ihre Wohnbedürfnisse zu großen und eventuell nicht Barriere armen Wohnung wohnen, den Umzug in eine kleinere und mindestens Barriere arme Wohnung anzubieten beziehungsweise zu ermöglichen.

Damit soll Haushalten mit gewachsenen oder erwartbar wachsenden Wohnflächenansprüchen durch Kinder einen Umzug in eine größere Wohnung ermöglicht werden. Die Miete pro Quadratmeter soll dabei für die umziehenden älteren Haushalte möglichst stabil bleiben, damit das Haushaltseinkommen im Ruhestand entsprechend der Wohnraumverkleinerung von hohen Wohnkosten entlastet wird.

Darüber hinaus kommt für die umziehenden älteren Personen eine hohe Bedeutung dem Erhalt der an die Wohnung gebundenen sozialenNetze zu.Für das Konzept ist das Umzugspotenzial aus Statistik, Wanderungserhebungen sowie aus Angaben der Wohnungsunternehmen zu beschreiben. Eine aussagekräftige Auswahl hinsichtlich Größe, Rechtsform und Verbandszugehörigkeit von in Düsseldorf tätigen Wohnungsunternehmen ist hinsichtlich der Möglichkeiten zu befragen.

Das Konzept soll mögliche effiziente Förderinstrumente, den geeigneten Adressatenkreis und Kommunikationsinstrumente darstellen. Das Konzept ist dem AWM so rechtzeitig zur Beschlussfassung vorzulegen, dass es im Jahr 2016 vollumfänglich umgesetzt werden könnte.

Sachdarstellung
Ältere Haushalte bewohnen oftmals überdurchschnittlich viel Wohnfläche pro Person. Diese Entwicklung ist häufig ein natürlicher Prozess durch den Auszug oder Tod nahestehender Menschen. In gewisser Zeit nach solchen Ereignissen werden die eigenen Wohnbedürfnisse oftmals überprüft. Dies bietet Gelegenheit diesen Haushalten einen sozial gut verträglichen Umzug in kleinere Wohnungen anzubieten beziehungsweise zu ermöglichen. Ohne Neubau kann so sehr günstig Wohnraum für wachsende Haushalte zur Verfügung gestellt werden. Dies kann einigen Familien den Verbleib in Düsseldorf ermöglichen.

Für ein entsprechendes Umzugsmanagement sind die Umzugs- sowie gegebenenfalls Umbau- und Renovierungskosten, die möglichst stabile Quadratmetermiete der neuen kleinen Wohnung in ein Verhältnis zur Neuvermietungsmiete der größeren Wohnung zu setzen.

Mit freundlichen Grüßen

Matthias Herz         Marcus Voelker               Rainer Matheisen