Anfrage zu: Überwachung von Arzneimittelrückständen in Gewässern
04. Sep 2012

Herrn
Andreas Hartnigk
Vorsitzender des Bauausschusses

Sehr geehrter Herr Hartnigk,

laut Umweltbundesamt (UBA, www.uba.de/uba-info-medien/4188.html) gelangen jedes Jahr mehrere hundert Tonnen Arzneimittel ins Abwasser. Arzneimittelrückstände lassen sich mittlerweile immer häufiger in geklärten wie ungeklärten Gewässern sowie in Böden nachweisen. Die kommunalen Abwässer sind dabei mengenmäßig der wichtigste Eintragspfad.

Vor diesem Hintergrund bittet die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung am 04. September 2012 zu nehmen und durch die Verwaltung beantworten zu lassen:

1. Wie werden Arzneimittelrückständen im Abwasser, in den Oberflächengewässern sowie im Grundwasser überwacht?

2. Ist bekannt, wie effektiv diese Rückstände in den Kläranlagen abgebaut oder zurückgehalten werden können?

Sachdarstellung:
Arzneimittel gelangen durch menschliche Ausscheidungen oder durch unsachgemäße Entsorgung von alten Medikamenten durch die Toilette ins Abwasser. Da die Menge der verschriebenen Medikamente steigt, ist mit einer weiteren Zunahme von Arzneimittelrückständen in Gewässern und Böden zu rechnen.

Neben einer umfassenden Prüfung von Umweltauswirkungen bereits bei der Zulassung von Medikamenten ist die Überwachung von Oberflächengewässern und des Grundwassers zu Identifikation von belasteten Gewässern notwendig.

Mit freundlichen Grüßen

Christoph Gormanns        Thomas Eggeling        Björn Syffus

Antworten der Verwaltung