GRÜNE: Fracking mit Chemikalien ist vom Tisch
07. Sep 2012

Eine aktuelle Studie des Umweltbundesamtes und das Fracking-Gutachten der Landesregierung, das heute (07.09.2012) vorgestellt wurde, bestätigen die Warnungen der Ratsgrünen vor den Umweltrisiken der umstrittenen Gasförderung.

Fraktionssprecherin Iris  Bellstedt dazu: „Damit ist für uns die Suche nach unkonventionellem Erdgas in Düsseldorf vom Tisch: Es darf keine Probebohrungen mit Chemikalien geben. Beide Gutachten sagen eindeutig, dass die Risiken und Gefahren von Fracking zurzeit nicht bewertet werden können. Der Einsatz dieser Technologie ist für uns GRÜNE daher nicht verantwortbar.“

Noch im Mai habe ihre Fraktion im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Liegenschaften beantragt, dass keine städtischen Grundstücke für unkonventionelle Erdgasgewinnung oder entsprechende Probebohrungen zur Verfügung gestellt werden: „Leider wollten CDU und FDP nicht zustimmen. Wir GRÜNE haben uns jedenfalls hier in Düsseldorf, aber auch auf Landes- und Bundesebene immer wieder gegen Fracking ausgesprochen. Die beiden Gutachten belegen eindeutig, dass die Gefahren und Risiken für Umwelt und Trinkwasser enorm sein können. Wir wollen sauberes Trinkwasser und die Umwelt in unserer Stadt nicht riskieren, nur damit vor allem internationale Konzerne Gewinne machen können“, so Bellstedt weiter.

„Wir brauchen endlich ein bundesweites Moratorium. Denn für uns GRÜNE gilt nach Veröffentlichung der Gutachten umso mehr: Unkonventionelles Erdgas mit giftigen Chemikalien zu suchen und zu gewinnen, halten wir für nicht verantwortbar.“