Anfrage zu: Potentialstudie Windenergie
14. Mär 2013

An
Ratsfrau
Iris Bellstedt
Vorsitzende des Ausschusses für Umweltschutz

Sehr geehrte Frau Bellstedt,

die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung am 14.03.2013 zu nehmen und durch die Verwaltung beantworten zu lassen:

1. Wie bewertet die Verwaltung die vorgelegte Potentialstudie im Bezug auf das Planungsgebiet Düsseldorf?

2. Welche Standorte kommen für das ermittelte Düsseldorfer Potential in Betracht?

3. Werden Investoren bei der Planung von Anlagen unterstützt?

Sachdarstellung:
Landesumweltminister Johannes Remmel hat im Oktober 2012 eine Potentialstudie Windenergie für Nordrhein-Westfalen vorgestellt. In der Studie wurden alle relevanten Grundlagendaten für die Planung und Ausweisung von Windenergieflächen zusammengestellt.

Diese werden zusammen mit der Potenzialstudie in das neue Fachinformationssystem „Energieatlas NRW“ eingestellt und sind den Behörden und der gesamten Öffentlichkeit zugänglich. Herzstück dieses Informationssystems sind flächendeckende Informationen zum Windfeld und damit zu den möglichen Erträgen für Windenergieanlagen für Höhen von 100 m bis 150 Metern.

Damit liegen nunmehr Flächen- und Ertragspotenziale für ganz NRW, auf den Ebenen der Planungsregionen, der Kreise und der Gemeinden vor. Mit diesen Ergebnissen können die Planungsträger die Studie unter Berücksichtigung lokaler Aspekte und Daten nutzen, um konkret Flächen für Windenergie auszuweisen. „Die Städte, Gemeinden, Kreise und Regionalplanungsbehörden bekommen damit ein bundesweit einmaliges Instrumentarium an die Hand, das ihnen hilft, zu einer zukünftigen Energieversorgung beizutragen“, so Umweltminister Remmel bei der Vorstellung. Zudem wurden im Juli 2011 mit dem neuen Windenergie-Erlass die notwendigen rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen.

Für Düsseldorf wird je nach Szenario ein Flächenpotential von 90 – 100 ha und eine installierte Leistung von 27 – 33 MW ermittelt. Dies ist verglichen mit anderen Kommunen zwar eher ein geringes Potential, entspricht aber bei einer angenommenen Anlagengröße von etwa 3 MW immerhin etwa 10 Windenergieanlagen.

Eine weitere Begründung erfolgt gegebenenfalls mündlich.

Mit freundlichen Grüßen

Christoph Gormanns         Martin Lemke

Antworten der Verwaltung