Verkaufsoffene Sonntage 2011 - GRÜNE: Reduzierung der Sonntagsöffnungen ist kein Problem
01. Mär 2011

Die Verwaltung hat die Termine für die Sonntagsöffnungen 2011 veröffentlicht. Zum ESC und zur Interpack soll es einen verkaufsoffenen Sonntag in allen 49 Stadtteilen geben. Die Verwaltung schlägt 15 weitere Sonntage in 15 Stadtteilen vor, so dass es im Jahr 2011 zusätzliche 43 Stadtteil-Sonntagsöffnungen geben soll.

Hierzu erklärt heute (01.03.2011) Fraktionssprecher Norbert Czerwinski: „Die Verwaltungsvorlage ist ein Dokument des politischen Beharrens an so vielen verkaufsoffenen Sonntagen wie möglich. Neue Stadtteilöffnungen kommen hinzu, während an anderer Stelle Sonntagsöffnungen nicht mehr beantragt werden. Eine Reduzierung der Sonntagsöffnungen ist kein praktisches Problem in den Stadtteilen, sondern ein ideologisches Problem Einzelner.“

Der stadtweite verkaufsoffene Sonntag würde die Reduktion oder Zusammenlegung einzelner Stadtteilfeste und -ereignisse erzwingen:
- In Eller oder Kaiserswerth war dies anscheinend problemlos möglich.
- In Gerresheim wurde der Bauern- und Handwerkermarkt unverdrossen weiterhin beantragt, obwohl er bei den Händlerinnen und Händlern vor Ort kaum nachgefragt würde.
- In Flingern, Unter- und Oberbilk wurde über den „ESC-Sonntag“ hinaus kein zusätzlicher verkaufsoffener Sonntag mehr beantragt.
- Ohne genauere Erläuterungen wurden nun Sonntagsöffnungen in Rath, Lierenfeld und Reisholz zum Altstadtherbst und zum Erntedankfest beantragt.

„Der Altstadtbezug oder eine besondere bäuerliche Tradition dieser industriell geprägten Stadtteile sind mir nicht bekannt. Wohl weiß ich um die Bau- und Möbelmärkte in diesen Stadtteilen. Wenn diese der Hintergrund der dortigen Sonntagsöffnungen sind, fehlt der Stadtteilbezug eindeutig und es geht nur um das Erwerbsinteresse einzelner großer Einzelhändler. Dem werden wir nicht zustimmen“, so der GRÜNE Ratsherr weiter.

Der Verwaltungsvorschlag verstärke den Eindruck, dass das Interesse an der Sonntagsruhe in Düsseldorf nicht viel zähle. Der Rat hätte es in der Hand, ein Signal gegen die ausufernden Sonntagsöffnungen zu setzen.

„Ohne Tage der Ruhe kann keine Freude über die Tage der Geselligkeit entstehen. Eine Gesellschaft braucht auch einen gemeinsamen Rhythmus“, appelliert Norbert Czerwinski abschließend an die CDU. Sie müsse entscheiden, ob ihr der Kommerz oder die Stadtgemeinschaft mehr am Herzen liege.

Anlage: GRÜNER Ratsantrag