Der friedliche Protest gegen den G8-Gipfel ist und bleibt legitim
04. Jun 2007

Wie weit kann und darf ein Protest gehen? An dieser Frage kommt man nach den Ereignissen vom Rostocker Stadthafen nicht mehr vorbei. Gewalttätige Auseinandersetzung zwischen Polizei und Demonstranten, aber auch eine Eskalationsrhetorik von Teilen der Politik wird dem legitimen Anliegen der über großen Mehrheit der friedlichen Demonstranten nicht gerecht. Einen alternativen Weg zur “Klüngelpolitik” der G8-Mitglieder aufzeigen - das ist der eigentliche Grund, weshalb sich so viele Menschen aus den unterschiedlichsten Gruppierungen, Parteien, Gewerkschaften, Kirchen und Initiativen hier zusammengefunden haben. “Steine statt Argumente” -  ist kein Weg für Bündnis 90/Die Grünen sich mit diesem wichtigen Thema auseinander zu setzten. Die Minderheit der gewalttätigen Demonstranten haben durch die Randale in wenigen Stunden die Vorbereitungen und Absprachen von Monaten zu Nichte gemacht und der Globalisierungsbewegung einen Bärendienst erwiesen.
Mit Gewalt, egal von welcher Seite, wird kein ziel führender Weg in der politischen Auseinandersetzung beschritten. Unsere Hoffnung ruht jetzt darauf, dass unsere Inhalte wieder die Meinungsführerschaft zurück erhalten: über den anstehenden Gegengipfel und einen friedlichen Verlauf der Blockaden und aller weiteren Aktionen. Es geht schließlich um ein berechtigtes Anliegen: eine gerechte, friedliche Welt ohne Unterdrückung und im Einklang mit der Natur. Das dies funktionieren kann zeigen die Protestcamps in und um Rostock, in denen eine solche multikulturelle, soziale und ökologische Welt bereits gelebt wird.