Anfrage zur Schuldnerberatung im Ausschuss für Gesundheit und Soziales
11. Feb 2009

In der Sitzung des Ausschusses für Gesundheit und Soziales am 11. Februar haben wir eine Anfrage gestellt, um nähere Informationen zur Situation der Schuldnerberatung in Düsseldorf zu erhalten: Anfrage zur Sitzung des Ausschusses am  11.2.2009
hier: Schuldnerberatung

Sehr geehrter Herr Janetzki,

die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung am 11.2.2009 zu nehmen: 

  1. Gibt es im Rahmen des Prozesses zur Kategorisierung und Leistungserfassung der Tätigkeit der Schuldnerberatungsstellen in Düsseldorf Erkenntnisse darüber, ob die aktuell vorgehaltenen Angebote an Schuldnerberatung ausreichen oder welchen Bedarf an zusätzlichen Beratungsressourcen es - insbesondere im Hinblick auf die Finanz- und Wirtschaftskrise - gibt?
  2. Welche Wartezeiten bestehen momentan bei den einzelnen Schuldnerberatungsstellen?
  3. nwieweit reichen - insbesondere in Anbetracht eines zu erwartenden steigenden Bedarfs aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise - die städtischen Zuschüsse für die Beratungsstellen aus Sicht der Verwaltung aus?

Sachdarstellung:

Nach dem Schuldenatlas der Creditreform war in 2008 die Zahl der überschuldeten Menschen generell und auch in Düsseldorf rückläufig, wobei immerhin noch 13,85 % der Düsseldorfer und Düsseldorferinnen als überschuldet gelten (der Bundesdurchschnitt liegt bei 10,11%). Trotz des Rückgangs der Schuldnerquote waren die Schuldnerberatungsstelen auch in Düsseldorf weitgehend ausgelastet.

Es heißt, dass Ratsuchende immer wieder aufgrund mangelnder Kapazitäten abgewiesen werden (Quelle: Antrag der LIGA der Wohlfahrtsverbände zu den Haushaltsberatungen vom 13.8.2008).

Die Hauptursachen von Überschuldung sind Arbeitslosigkeit und Einkommensarmut; von Einkommensarmut sind durch die zunehmende Zahl prekärer Beschäftigungsverhältnisse auch Menschen mit Jobs betroffen. Vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise mit zu erwartender steigender Arbeitslosigkeit  wird sich die Situation vermutlich wieder verschärfen.
Mit freundlichen Grüßen

Antonia Frey