Antrag zur Gesundheitsförderung und Prävention
19. Nov 2009

Im Ausschuss für Gesundheit und Soziales am 18.11.2009 haben wir einen Haushaltsantrag gestellt, der sich mit der Gesundheitsförderung und Präventionsmaßnahmen befasst:
Antrag zu den Haushaltsberatungen in der Sitzung des Ausschusses am 18.11.09
hier:     Stärkung von Gesundheitsförderung und Prävention
    (Produkt 041 414 010 – Gesundheitsschutz und –pflege)

Sehr geehrter Herr Janetzki,

die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen bittet Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung am 18.11.2009 zu nehmen und zur Abstimmung zu bringen:

1. Im Gesundheitshaushalt werden je eigene Produktziele für die „Gesundheitsförderung“ und „Prävention“ ausgewiesen. Dabei werden die bereits aufgeführten Maßnahmen den jeweiligen Zielen zugeordnet.  Es werden weitere Produktziele in der Gesundheitsförderung definiert,  die

a.    den Düsseldorfer BürgerInnen zur individuellen Kompetenz-Entwicklung   in  der Gesundheitsförderung verhelfen.
b.    dem Setting-Ansatz des Konzeptes zur Gesundheitsförderung der Weltgesundheitsorganisation (WHO / Ottawa-Charta)  entsprechen:
-    Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz
-    Gesundheitsförderung an Schulen (wird erweitert auf alle Kindertagesstätten, Schul-, Ausbildungs- und Lehrbetriebe)
-    Gesundheitsförderung im sozialen Wohnumfeld
-    Gesundheitsförderung im Krankenhaus (wird erweitert auf alle Pflege- und Heimstätten)
c.    ermöglichen, dass die Stadt Düsseldorf das 9-Punkte-Programm im „Gesunde Städte-Netzwerk“ vollständig erfüllt, d.h. über die Mindeststandards hinaus geht.
(siehe: www.gesunde-staedte-netzwerk.hosting-kunde.de/dieidee/9-punkte-programm )

Im Bereich Prävention wird als weiteres Produktziel aufgenommen: „Suchtprävention für Kinder und Jugendliche“.

2.  Für die Alkoholprävention für Kinder und Jugendliche werden für 2010 insgesamt zusätzlich 130.780,00 € in den Haushalt eingestellt,

    davon 30.000,00 für Honorar-/Sachkosten bei der Stadt
    (Zeile 11 – Sachkonto  1000 529 1000)  und
    100.780,00 für Personal- und Sachkosten bei den Verbänden 
     - siehe vorliegende Anträge - (Zeile 15 – Sachkonto  1000 531 8000).

Sachdarstellung:

Zu 1.  Die im Haushalt definierten Ziele im Gesundheitsschutz (S. 734) beziehen sich nicht explizit auf die Gesundheitsförderung.  Um die Maßnahmen der Gesundheitsförderung nach WHO-Statuten transparent zu machen und auszubauen, empfiehlt es sich, ihnen durch eine klare Zielformulierung mehr Gewicht zu geben.
Auch die vielfältigen Präventionsmaßnahmen sollten deutlicher herausgearbeitet und in einer eigenen Zielformulierung benannt werden.
Zu 2. Das Präventionsprojekt „Zukunft ohne Sucht“ im Bezirk 6 muss intensiviert und fortgeführt werden. Seine Übertragbarkeit auf andere Stadtbezirke, in denen besonders viele gefährdete Kinder und Jugendliche leben, ist anzustreben.  Hierfür ist für Honorar- und Sachkosten mehr Geld erforderlich.
Auch die Projekte zur Suchtprävention bei Kindern und Jugendlichen  (Caritasverband und Verein „Kunst gegen Sucht e.V.“)  bei Kindern und Jugendlichen sollten antragsgemäß gefördert werden. 

Mit freundlichen Grüßen               

Antonia Frey            Christoph Gormanns        Susanne Ott