Anfrage zum Ausbau der ambulanten Palliativ-Versorgung
23. Jun 2009

Im Zuge der Gesundheitsreform, die die Bundesregierung beschlossen hat, soll die ambulante Palliativ-Versorgung der PatientInnen ausgebaut werden. Wir fragen nach, wie weit die Verhandlungen hierüber in Düsseldorf gediehen sind: Anfrage zur Sitzung des Ausschusses am 1.7.2009
hier:  Ausbau der ambulanten Palliativ-Versorgung

im Rahmen der Gesundheitsreform ist ein Ausbau der sogenannten
"Spezialisierten ambulanten Palliativ-Versorgung (SAPV)"  geplant.
Diese umfasst ärztliche und pflegerische Leistungen einschließlich ihrer
Koordination insbesondere zur Schmerztherapie und Symptomkontrolle
und zielt darauf ab, die Betreuung schwerstkranker Menscher in der
vertrauten häuslichen Umgebung zu ermöglichen.
Dabei sind die besonderen Belange von Kindern zu berücksichtigen.

Alle Krankenkassen bzw. Kassenverbände in Nordrhein haben sich mit
der  Kassenärztlichen Vereinigung auf einen einheitlichen Rahmenvertrag
verständigt. Für einen SAPV-Vertragsabschluss entsprechend des zwischen
Kassen und KV vereinbarten Rahmenvertrages muss das Palliative CareTeam
ein Versorgungskonzept erstellen.

Vor diesem Hintergrund bitten wir Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung
der nächsten Ausschusssitzung am 1.7.2009 zu nehmen:

  1. Wie weit sind die Verhandlungen für Düsseldorf ?
  2. Wann wird der erste Vertrag mit einem Team für Düsseldorf abgeschlossen?  Falls dies nicht geplant  ist, warum nicht?
  3. Wie und in welcher Form werden die besonderen Belange von selbst
  4. betroffenen Kindern bzw. von Kindern, die in der häuslichen Gemeinschaft
  5. mit Schwerstkranken leben, dabei berücksichtigt?

Sachdarstellung:
Laut Presseberichterstattung (RP 13.6.09) möchten rund 80% der befragten unheil-bar kranken Menschen zu Hause sterben.
Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein sieht die
Realität aber anders aus: 43 % der Schwerstkranken sterben im Krankenhaus,          15 - 25% in einem Alten- oder Pflegeheim, gerade einmal 30% zu Hause
und nur 2% in einem Hospiz.

Nun soll es in 33 Regionen NRW ’s ein Palliativ-Care-Team geben, bestehend
aus mindestens 3 geschulten Medizinern, vier Pflegekräften und Koordinatoren.

Der erste Vertrag soll mit einem Team für Dormagen im Juli abgeschlossen werden.

Wir möchten gerne wissen, ob und inwieweit es auch in Düsseldorf einen
Ausbau der ambulanten Pallitativ - Versorgung geben wird. 

Mit freundlichen Grüßen

Susanne Ott                    Antonia Frey