Antrag im Sozialausschuss zu blinden und sehbehinderten Menschen
06. Mai 2009

Im Ausschuss für Gesundheit und Soziales beantragen wir, den Sachstandsbericht zur Situation von Blinden und Sehbehinderten in Düsseldorf aus dem Jahr 2002 zu aktualisieren: Antrag zur Sitzung des Ausschusses am 6.5. 2009
hier:     Aktueller Sachstand zur Situation blinder und sehbehinderter
Mitbürgerinnen und Mitbürger

Sehr geehrter Herr Janetzki,

die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen bittet Sie, folgenden Antrag auf die Tages-ordnung der Sitzung am 6.5.2009 zu nehmen:

Die Verwaltung wird gebeten, eine Aktualisierung des Sachstandsberichts zur Situation sehbehinderter und blinder Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürger aus 2002 vorzunehmen, insbesondere bezüglich der Zahlen der betroffenen Bür-gerinnen und Bürger – auch vor dem Hintergrund der älter und bunter werdenden Gesellschaft -, aber auch hinsichtlich der seinerzeit im Bericht gemachten Vor-schläge und Handlungsempfehlungen.
Zu berücksichtigen ist die spezielle Situation von alleinlebenden Erwachsenen als auch die von schulpflichtigen Kindern.

Sachdarstellung:
Im Jahre 2002 legte die Verwaltung einen Sachstandsbericht zur Situation sehbehin-derter und blinder Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürger im AGS vor.
Die Zahlen bezogen sich auf das Jahr 1999, wobei die Anzahl der Blinden und Seh-behinderten in Düsseldorf nur geschätzt werden könne, da nicht alle Betroffenen Schwerbehindertenausweise oder Blindengeld bzw. Sehbehindertengeld des LVR beantragt haben.
Der Bericht enthält auch Vorschläge und Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Lebenssituation. Schon damals wurde beispielsweise deutlich, dass nicht alle Betroffenen Hilfe und Unterstützung in Anspruch nehmen. Dies wird aktuell durch ein Interview mit dem (ehemaligen) Vorsitzenden des Düsseldorfer Blindenvereins in der Westdeutschen Zeitung (24.3.09) unter der Überschrift: „Blinde kapseln sich ab“ bestätigt. 
In dem Bericht von 2002 wird u.a. auf das Problem der fehlenden Beratung im häus-lichen Bereich wie auch auf Schwierigkeiten bei der Freizeitgestaltung sowie bei der Mobilität hingewiesen (Seite 25).
Die Politik sollte zur Situation aktuell informiert werden, wie auch darüber, wie viel Prozent der sehbehinderten und blinden Kinder die Regelschule besuchen und in-wieweit das Angebot an integrativen Schulplätzen für sehbehinderte und blinde Kin-der in allen Schulformen ausreichend bzw. wie hoch der zusätzliche Bedarf ist.

Mit freundlichen Grüßen
Antonia Frey