Anfrage im Sozialausschuss zur Obdachlosenhilfe
06. Mai 2009

Im Ausschuss für Gesundheit und Soziales am 6. mai fragen wir nach zwei Obdachlosenprojekten in Düsseldorf: Anfrage zur Sitzung des Ausschusses am 6.5. 2009
hier: Obdachlosenhilfe – Umsetzung „Projekt Plus“ und „Projekt Versorgung“

Sehr geehrter Herr Janetzki,

die beiden genannten Projekte wurden Anfang 2007 mit dem Ziel entwickelt, einen Teil der Unterbringungsmöglichkeiten bedarfsgerechter für die Bedürfnisse obdachloser Menschen mit psychiatrischen Problemen oder anderen stark einschränkenden Erkrankungen/Behinderungen umzugestalten.   Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen bittet Sie, zur Umsetzung der seit Anfang 2007 geplanten Projekte folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung am 6.5.2009 zu nehmen und durch die Verwaltung beantworten zu lassen:

1.    Sind die an den jeweils vorgesehenen Standorten vorgesehenen baulichen Maßnahmen und die personellen Ausstattungen im geplanten finanziellen Rahmen umgesetzt worden bzw. welche Probleme bestehen unter Umständen noch?
2.    Wie hat sich von Beginn an in jedem Projekt die Unterbringung quantitativ und qualitativ entwickelt?
3.    Wie viel Personal mit welcher Qualifikation und welchen Präsenzzeiten war von Beginn an – in Relation zu der Zahl der untergebrachten Personen – in den beiden Projekten tätig und hält die Verwaltung dies für ausreichend?

Sachdarstellung:
Zu adäquaten Versorgung von obdachlosen Menschen mit psychiatrischen Problemen und zur Unterbringung von älteren, somatisch erkrankten und oft verwahrlosten Menschen hatte der AGS am 28.3.2007 das „Projekt Plus“ und das „Projekt Versorgung“ auf den Weg gebracht.
Das „Projekt Plus“ war laut Verwaltungsvorlage für zunächst 21 Personen geplant, im „Projekt Versorgung“ sollten bis zu 40 Personen untergebracht werden.
Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat die Einrichtung von bedarfsgerechten und an die spezifischen Problemlagen eines Teils der obdachlosen Menschen angepassten Unterbringungsmöglichkeiten im Prinzip unterstützt. Zumal es durch den rapiden Abbau von Obdachlosenunterkünften in den verbleibenden Obdächern zu einer noch stärkeren Verdichtung psychosozialer Problemlagen gekommen ist. Die Vorstellungen der Verwaltung allerdings über die tatsächliche Umsetzung warf für uns Zweifel auf, die im März 2007 durch die Vorlage zur Installierung der beiden Projekte nicht ausgeräumt werden konnten.

Wir möchten nun, dass nach mehr als 2 Jahren die Mitglieder des AGS über den Umsetzungsstand der Projekte unterrichtet werden.
 
Mit freundlichen Grüßen

Antonia Frey