Antrag zu: Ergebnisse der Befragung zum Gesundheits- und Risikoverhalten Jugendlicher in Düsseldorf
16. Feb 2011

An
Herrn Wolfgang Janetzki
Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheit und Soziales

Sehr geehrter Herr Janetzki,

nach unseren Recherchen steht die Vorstellung der Ergebnisse der Befragung zum Gesundheits- und Risikoverhalten Jugendlicher aus 2009 auch in der kommenden Sitzung des Ausschusses für Gesundheit und Soziales wider Erwarten nicht auf der Tagesordnung. Die Ergebnisse der Befragung müssen spätestens seit Oktober 2010 aufgearbeitet sein, da die Verwaltung in der Lage war, sie am 3. November in der Gesundheitskonferenz zu präsentieren.

Vor diesem Hintergrund bittet die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sie, folgenden Antrag in der Sitzung am 16. 2. 2011 zur Abstimmung zu bringen:

Die Verwaltung wird beauftragt, den PolitikerInnen im Ausschuss für Gesundheit und Soziales sowie im Jugendhilfeausschuss die Ergebnisse der Befragung zum Gesundheits- und Risikoverhalten Jugendlicher innerhalb der nächsten 14 Tage zukommen zu lassen. Ferner wird ein Sachvortrag hierzu in der nächsten Sitzung des AGS erwartet. Die Verwaltung wird außerdem gebeten, in der Sitzung darzulegen, welche Hindernisse einer zeitnahen Unterrichtung des Ausschusses entgegenstanden.

Sachdarstellung:
Der Rat der Stadt Düsseldorf hat die Verwaltung am 6.3.2008 beauftragt, ein Verfahren zur fundierten Beurteilung des Ausmaßes jugendlichen Risikoverhaltens aufzuzeigen. Die Ergebnisse einer dementsprechenden Befragung aus 2009 liegen seit dem Herbst 2010 offensichtlich vor (siehe oben). Dass sie im zuständigen Ausschuss für Gesundheit und Soziales Anfang 2011 immer noch nicht diskutiert werden können, ist nicht nachzuvollziehen.

Gerade in letzter Zeit erreichen uns wieder alarmierende Meldungen über den Konsum von Alkohol und zunehmende Krankenhauseinweisungen von Jugendlichen aufgrund von Alkoholmissbrauch. Die Daten über das Risikoverhalten Jugendlicher sollten eine der Grundlagen für weitere Handlungsoptionen im Bereich Suchtprävention sein.

Mit freundlichen Grüßen

Susanne Ott        Christoph Gormanns         Antonia Frey