Antrag auf Ergänzung des Stadtentwicklungskonzeptes um das Thema "Langzeitarbeitslose"
13. Jan 2009

Der Ausschuss für Gesundheit und Soziales befasst sich am 14.1.2009 mit dem Stadtentwicklungskonzept Düsseldorf 2020+. Das Thema "Langzeitarbeitslose" kommt hier zu kurz, deshalb haben wir den folgenden Änderungsantrag gestellt: Änderungsantrag zur Sitzung des Ausschusses am 14. Januar 2009
hier: Stadtentwicklungskonzept Düsseldorf 2020+ „Langzeitarbeitslosigkeit“

Sehr geehrter Herr Janetzki,

die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen bittet Sie, folgenden Änderungsantrag zu TOP 8 auf die Tagesordnung der Sitzung am 14.1.2009 zu nehmen und zur Abstimmung zu bringen:

Der Ausschuss für Gesundheit und Soziales nimmt vom „Stadtentwicklungskonzept Düsseldorf 2020+ - Wachstum fördern, Zukunft gestalten“ Kenntnis und empfiehlt dem Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung, das Stadtentwicklungskonzept mit folgender Ergänzung zu beschließen:

Im Unterabschnitt 3.2.2. „Bildung und Qualifizierung“ wird ein Kapitel eingefügt, das Strategien aufzeigt, wie die Zahl der Langzeitarbeitslosen gesenkt werden kann.

Sachdarstellung:

Im Rahmen der Thematik Wirtschaft und Beschäftigung wird beschrieben, wie stark die wirtschaftsstrukturelle Ausstattung in Düsseldorf ist, aber auch, dass in Zukunft zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden müssen. Dabei geht es um die Realisierung des anvisierten Wachstums. Das Thema Langzeitarbeitslose und die nötigen Strategien bezüglich des Arbeitsmarkts zur Vermeidung von neuer Langzeitarbeitslosigkeit und  weiterem Abbau der vorhandenen Langzeitarbeitslosigkeit spielt keine Rolle im Stadtentwicklungskonzept. Allerdings wird im „Städtischen Zielszenario“ (S. 61) davon ausgegangen, dass es im Jahre 2020 10% Arbeitslose in Düsseldorf geben wird (zum Vergleich: im Jahr 2008 gab es 11% einschließlich der Langzeitarbeitslosen). Die anvisierte Senkung der Arbeitslosenquote um lediglich 1% kann so nicht hingenommen werden.
Die Stadt kann sich dauerhaft nur positiv weiter entwickeln, wenn der soziale Friede gewahrt bleibt, und das ist nur möglich, wenn es fundierte Konzepte zur Bewältigung dieser Problematik gibt

Mit freundlichen Grüßen

Antonia Frey                    Susanne Ott