Anfrage zu: Arbeitslosigkeit und Gesundheitsförderungsmaßnahmen
16. Jun 2010

An
Herrn Wolfgang Janetzki
Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheit und Soziales

Sehr geehrter Herr Janetzki,

Arbeitslosigkeit ist ein Gesundheitsrisiko und gesundheitliche Einschränkungen können bei der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt hinderlich sein. Vor diesem Hintergrund bittet die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung am 16.06.2010 zu nehmen und durch die Verwaltung beantworten zu lassen:

1. Welche Maßnahmen zur Gesundheitsförderung bieten die ARGE Düsseldorf und das Gesundheitsamt mit welchen Kooperationspartnern für „HartzIV“-Beziehende und ihre Familien bereits an (bitte zielgruppenspezifisch unterteilen und quantifizieren sowie konkrete Projekte und Anbieter benennen!)?

2. Welche Maßnahmen sind aus Sicht des Gesundheitsamtes darüber hinaus für welche Zielgruppen aus den Bedarfsgemeinschaften nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) II wichtig und wären wie mit welchen Kooperationspartnern und welchen Zuschüssen von Land und/oder Bund möglicherweise umsetzbar?

3. Inwieweit hält das Gesundheitsamt obendrein städtischerseits flankierende Leistungen zur Gesundheitsförderung für arbeitslose Menschen und ihre Familien in dieser Stadt für sinnvoll und wie umsetzbar?

Sachdarstellung:
Die negativen Folgen von Arbeitslosigkeit für die Gesundheit und die gesundheitsfördernde Alltagsgestaltung von Arbeitslosen und ihren Familien sind bekannt. Deshalb sind gesundheitsfördernde Maßnahmen - beispielsweise Individuelle Gesundheitsberatungen und gesundheitsbezogene Gruppenangebote - ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der körperlichen und psychischen Konstellation, der allgemeinen Lebenssituation und zur Integration in den Arbeitsmarkt.

Nach § 16 SGB II können Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung auch Elemente der Gesundheitsförderung enthalten und somit durch die ARGE finanziert werden.

Aus unserer Sicht sollte die Stadt überdies eigene Projekte zur Gesundheitsförderung bei arbeitslosen Menschen und ihren Angehörigen initiieren, beispielsweise in den Bereichen Stressbewältigung, Ernährungsberatung, Bewegungsförderung etc. und dafür die Möglichkeiten von Kooperationspartnern und Zuschüssen/Sponsoring sondieren.

Mit freundlichen Grüßen

Antonia Frey        Susanne Ott        Christoph Gormanns