Anfrage zu: Landesinitiative Frau und Wirtschaft – Beteiligung der Stadt Düsseldorf
05. Jul 2011

An
Frau
Ursula Holtmann-Schnieder
Vorsitzende des Ausschusses für die Gleichstellung von Frauen und Männern

Sehr geehrte Frau Holtmann-Schnieder,

die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Ausschusssitzung am 5. Juli 2011 zu nehmen und durch die Verwaltung beantworten zu lassen:

1. Beabsichtigt die Stadt Düsseldorf, eine Interessenbekundung zur Einrichtung eines Kompetenzzentrums „Frau und Beruf“ einzureichen? Wenn nicht, warum nicht?

2. Hat die Stadt Düsseldorf Kenntnis darüber, ob der Kreis Mettmann sich für die Einrichtung eines Kompetenzzentrums bewirbt?

3. Sind der Stadt Düsseldorf andere Einrichtungen bekannt, die sich als Träger eines Kompetenzzentrums bewerben wollen und inwieweit wird in diesem Fall Unterstützung und Kooperation seitens der Stadt Düsseldorf angeboten?

Sachdarstellung:
Nach wie vor wird der beruflichen Förderung von Frauen nicht ausreichend nachgekommen, obwohl sowohl unter dem Aspekt der Gleichstellung als auch unter volkswirtschaftlichen Aspekten eine Erhöhnung der Erwerbstätigkeit von Frauen dringend geboten ist.

Daher startet die rot-grüne Landesregierung in Nordrhein-Westfalen die Landesinitiative Frau und Wirtschaft, im Zuge derer 16 Regionale Kompetenzzentren Frau und Beruf auf den Weg gebracht werden.

Die Regionalen Kompetenzzentren bieten eine Vernetzung der Bereiche von Gleichstellungspolitik, Bildungspolitik und Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik, so dass gemeinsame Möglichkeiten für Frauen am Arbeits- und Ausbildungsmarkt erschlossen werden und Handlungsanforderungen gebündelt werden können.

Seit dem 15. Juni können beim Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter NRW Interessenbekundungen zur Einrichtung eines Kompetenzzentrums „Frau und Beruf“ eingereicht werden. Für die Stadt Düsseldorf und den Kreis Mettmann bieten sich im Bereich der beruflichen Förderung von Frauen und Mädchen mit der Einrichtung eines Kompetenzzentrum folgende Chancen:

- Synergien und Transparenz durch die Bildung einer Schnittstelle, Bündelungen statt Doppelung in Angeboten und Aufgaben
- Erschließung und Ausbildung von qualifiziertem Fachkräftepotenzial, Erhöhnung der fachlichen Kompetenz
- Sensibilisierung und Schulung von Unternehmen und Firmen in gleichstellungspolitischen Aspekten.

Mit freundlichen Grüßen

Angela Hebeler        Birgit Müller        Karin Trepke

Antworten der Verwaltung