Änderungsantrag zu: Gutachterverfahren Witzelstraße
25. Okt 2012

An
Ratsherrn Dr. Fils
Vorsitzender des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung

Sehr geehrter Herr Dr. Fils,

die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie, folgenden Änderungsantrag zur Vorlage 61/ 69/2012 unter Punkt 8 auf die Tagesordnung der Sitzung am 25. Oktober 2012 zu nehmen und zur Abstimmung zu bringen:

Der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung stimmt den Inhalten des als Anlage beigefügten Auslobungstextes (Teil A, Teil B Kapitel 5 Punkte 5.1, 5.2 und 5.4-5.14, Kapitel 7 und 8) für das Gutachterverfahren Witzelstraße zur Überplanung des Gebietes etwa zwischen Witzelstraße, Auf`m Hennekamp, Himmelgeister Straße und Varnhagenstraße nur mit folgenden Änderungen zu:

Aufnahme des Beschlusses der Bezirksvertretung 3
Der APS folgt den Empfehlungen der Bezirksvertretung 3 vom 11.09.2012 entsprechend des Auszugs aus der noch nicht genehmigten Niederschrift, u.a. zu den Punkten:

- Verbesserung des vorgesehenen Wohnungsmixes durch folgende Änderungen:
  - 50 statt 30 WE im „Segment bezahlbarer Wohnraum“, das sich nicht an 10 Euro Kaltmiete je Quadratmeter orientiert, sondern am örtlichen Mietspiegel der jüngsten Baualtersklasse (8,50 Euro Kaltmiete je Quadratmeter).
  - 50 - 60 WE mit 100 bis 150qm in Mehrfamilienhäusern in Innenbereich

- Berücksichtigung von Car-Sharing Stellplätzen

- Schaffung eines barrierefreien Stadtquartiers

- Schaffung von Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeugen, insbesondere für Elektroräder und Elektrorollstühle

Energie nachhaltig nutzen (3.7 Seite 15)
Für die gesamte Bebauung wird Passivhaus-Standard vorausgesetzt und Plusenergiebauweise als Ziel genannt.

Stellplatzschlüssel (4.1.2.2 Seite 16)
Sofern Wohnungen für Studierende geplant werden, ist für diese ein reduzierter Stellplatzschlüssel von 0,25 Stellplätzen je Wohnung vorzusehen.

BürgerInnenbeteiligung
In beiden Bearbeitungsstufen soll eine umfassende BürgerInnenbeteiligung jeweils vor der Jurysitzung durchgeführt werden. Dazu soll über verschiedene Instrumente und Medien eingeladen werden (beispielsweise über Pressemitteilungen, online Ankündigungen, direkte Anschreiben von MultiplikatorInnen und Postwurfsendungen in umliegenden Quartieren).

Sachdarstellung:
Das Programm des Auslobungstextes muss in einigen Aspekten dringend an die städtebauliche Lage und die Wohnungsmarktsituation angepasst werden. Die Empfehlungen der zuständigen Bezirksvertretung 3 bieten dafür eine gute Grundlage, insbesondere zur Verbesserung des Wohnungsmixes. Die Schaffung von 40 bis 50 Einfamilienhäusern passt - auch wenn sie in „Stadthäuser“ umbenannt wurden -  weder zu den Erfordernissen des Düsseldorfer Wohnungsmarktes, noch zur urbanen Struktur der Umgebung.

Weitere Begründungen ggf. mündlich.

Mit freundlichen Grüßen

Astrid Wiesendorf        Traudl Blumenroth        Norbert Czerwinski