Ergänzungsantrag zur Vorlage 61/ 8/2013 Bebauungsplan-Vorentwurf Nr. 5078/029 – Hansaallee / Böhlerstraße
13. Feb 2013

Ratsherr
Dr. Alexander Fils
Vorsitzender des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung

Sehr geehrter Herr Dr. Fils,

die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie, folgenden Änderungsantrag zur Vorlage 61/ 8/2016 unter Tagesordnungspunkt 6.b auf die Tagesordnung der Sitzung am 13. Februar 2013 zu nehmen und zur Abstimmung zu bringen:

Der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung nimmt Kenntnis von dem Bebauungsplan-Vorentwurf Nr. 5078/029 - Hansaallee / Böhlerstraße - und beauftragt die Verwaltung, die Öffentlichkeitsbeteiligung gemäß § 3 Abs. 1 des Baugesetzbuches (BauGB) in der Fassung der Bekanntmachung vom 23. September 2004 (BGBl. I. S. 2414), geändert durch das Gesetz zur Förderung des Klimaschutzes bei der Entwicklung in den Städten und Gemeinden vom 22. Juli 2011 (BGBl. I S. 1509), auf dieser Grundlage durchzuführen.

Ergänzend bittet der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung die Verwaltung, im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung eine zweite Planungsvariante vorzustellen. Dabei sollen die für Reihenhäuser (Typ D und Typ F) vorgesehenen Flächen zugunsten einer moderaten Erhöhung der Anzahl der Wohneinheiten genutzt werden. So soll auch der Anteil barrierefreier Wohnungen erhöht werden.

Darüber hinaus bittet der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung die Verwaltung, in den Verhandlungen mit dem Grundstückseigentümer über den zu schließenden städtebaulichen Vertrag einen höheren Anteil von öffentlich geförderten Wohnungen anzustreben. Ziel der Verhandlungen soll eine Quote von 30% im Plangebiet sein.

Sachdarstellung
Die Ergebnisse des Gutachterverfahrens liefern eine weitgehend gute Grundlage für das weitere Bebauungsplanverfahren. Allerdings werden die bislang vorgesehenen Anteile an geförderten Mietwohnungen und an kostengünstigen Eigentumswohnungen den Erfordernissen des Düsseldorfer Wohnungsmarktes in keiner Weise gerecht. In den funktional angrenzenden Sozialräumen in Lörick ist der Anteil an Wohnungen mit Mietpreisbindungen sehr gering, so dass eine Durchmischung mit gefördertem Wohnungsbau erforderlich und verträglich ist.

Außerdem ist der für Reihenhäuser vorgesehene Flächenanteil zu groß. Die so genannten „Stadthäuser“ werden den urbanen Herausforderungen nicht gerecht: sie sind nicht barrierefrei und verhindern aufgrund ihrer extrem flächenintensive Bauweise weitere Wohnungen sowie größere Grünflächen im Quartier.

Mit freundlichen Grüßen

Astrid Wiesendorf        Norbert Czerwinski        Traudl Blumenroth