Änderungsantrag zu Konkretisierung Freiraumkonzept Kö-Bogen 2. BA
26. Mär 2014

An
Ratsherrn Dr. Fils
Vorsitzender des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung

Sehr geehrter Herr Dr. Fils,

die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie, folgenden Ergänzungsantrag zur Vorlage 61/ 41/2014 auf die Tagesordnung der Sitzung am 26. März 2014 zu nehmen und zur Abstimmung zu bringen:

Der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung beschließt zu den vorgeschlagenen  Konkretisierungen zum „Freiraumkonzept Kö-Bogen“ für den 2. BA im Rahmen seiner Zuständigkeit gem. § 14 der Zuständigkeitsordnung die folgenden Änderungen und beauftragt die Verwaltung, auf dieser geänderten Grundlage den Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss für den zweiten Bauabschnitt Kö-Bogen zur Beschlussfassung für den Rat zu erarbeiten:

Radverkehr: der Nord-Süd-Radweg wird im Norden in geeigneter Weise an die Kaiserstraße und die Maximilian-Weyhe-Alle angeschlossen. Ebenso wird am südlichen Ende die Verbindung zur Josephinenstraße und zur Berliner-Alle hergestellt.

Fahrradstellplätze: die Anzahl der vorgesehenen Fahrradstellplätze wird erhöht. Dazu wird auf Basis der umliegenden Verkaufsflächen, Büroflächen und sonstigen Nutzungen die notwendige Zahl erhoben.

Baumfällungen: auf weitere Fällung von Bestandsbäumen wird zur Neugestaltung verzichtet.
Baufelder 1-4: die von der Verwaltung vorgeschlagene Neugestaltung der Baufelder 1-4 nach den Ingenhoven-Plänen hat erhebliche Auswirkungen auf die Freiraumplanung im Bereich des neuen Platzes und der Platanenallee. Beide Vorhaben müssen integriert geplant werden, da sich beispielsweise durch die vorgeschlagene Verlegung der Straßenbahnhaltestelle neue Sicherheitsrisiken ergeben und durch die notwendige Auflösung der Allee eine neue Grünordnung.

Begründung
In der Konkretisierung der Freiraumplanung werden Schwächen und Unstimmigkeiten deutlich. Der neue Nord-Süd-Radweg endet sowohl im Norden wie im Süden im Nichts! Den RadfahrerInnen wir jeweils keine Möglichkeit zur Weiterfahrt in Richtung Norden oder Süden gegeben, lediglich Umwege durch den Hofgarten bzw. über den Platz der Deutschen Einheit und die Bismarckstraße sind vorgesehen.

Noch gravierender ist die fehlende Verzahnung dieser Planung mit der gleichzeitig laufenden Neugestaltung der Baufelder 1-4. In den von der Verwaltung und von CDU und FDP auserkorenen Skizzen von ingenhoven architects werden wichtige Punkte der hier vorliegenden Konkretisierung unmöglich gemacht:

• die Straßenbahn-Haltestelle in Fahrtrichtung Süden wird verlegt. Die beschrieben Logik, dass die Schadowstraße sicher gequert werden kann, da die Bahnen langsam von der Haltestelle anfahren und Sichtkontakt zu den FußgängerInnen haben, entfällt.

• Die Platanenallee wird im Bereich des neuen Platzes unterbrochen.

• Der neue Platz wird wesentlich verkleinert.

Mit freundlichen Grüßen

Astrid Wiesendorf        Traudl Blumenroth        Norbert Czerwinski