Ergänzungsantrag zu: Architektenwettbewerb zur Verlängerung der Rheinuferpromenade
26. Mär 2014

An
Ratsherrn Dr. Fils
Vorsitzender des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung

Sehr geehrter Herr Dr. Fils,

die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie, folgenden Ergänzungsantrag zur Vorlage 61/ 50/2014 auf die Tagesordnung der Sitzung am 26. März 2014 zu nehmen und zur Abstimmung zu bringen:

Die Verwaltung wird beauftragt, einen Architektenwettbewerb zur Verlängerung der Rheinuferpromenade durchzuführen und die Ergebnisse dem Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung (APS) vorzustellen.

Der Wettbewerb soll nach den „Regeln für die Auslobung von Wettbewerben 2004“ (RAW 2004) der Architekten- und Ingenieurkammern durchgeführt werden. Zur Beteiligung der BürgerInnen sind mindestens ein Zwischen- und ein Abschlusskolloquium vorzusehen.

Folgende Ansätze sollen im Auslobungstext, der dem APS vorgelegt wird, berücksichtigt werden:

Varianten: denkbar ist eine Verlängerung sowohl auf dem Höhenniveau der heutigen Promenade als auch auf der Ebene des unteren Werfts.

Radverkehr: es sollen breite und vom Fußgängerverkehr deutlich getrennte Radwege angelegt werden. Denkbar ist auch, die Radverbindung oben und die Promenade für FußgängerInnen unten zu führen.

Parkplätze: auch die Verlagerung der Parkmöglichkeiten für MuseumsbesucherInnen in die umliegenden Parkhäuser kann berücksichtigt werden.

Fan-Büdchen: der Kios am Ulanen-Denkmal ist zu erhalten.

Anschluss: am nördlichen Ende der Verlängerung ist der Übergang an die bestehenden Fuß- und Radwege ohne Umwege sicherzustellen.

Begründung
Aus dem fachlich ungenügenden und absolut intransparenten Verfahren zur Überplanung der Baufelder ein bis vier am Kö-Bogen muss die Stadt lernen. Wettbewerbe zur Neugestaltung großer und zentraler Stadtbereiche müssen nach den bewährten Regeln der Architektenkammern durchgeführt werden.

Dazu gehört unter anderem, dass die Kriterien und Vorgaben öffentlich beraten und beschlossen werden. Für den politischen Auftrag an die Verwaltung, einen Architektenwettbewerb durchzuführen müssen sich die Beteiligten dann schon die Mühe machen, und definieren, welche Eckpunkte darin berücksichtigt werden sollen.

Mit freundlichen Grüßen

Astrid Wiesendorf        Traudl Blumenroth        Norbert Czerwinski