Anfrage zu: Empfehlungen des Kulturwirtschaftsberichtes
08. Sep 2010

An
Dr. Alexander Fils
Vorsitzender des Ausschusses
für Planung und Stadtentwicklung

Sehr geehrter Herr Fils,

die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung am 8. September 2010 zu nehmen und durch die Verwaltung beantworten zu lassen:

1. Wie interpretiert das Planungsamt die Empfehlung des Kulturwirtschaftsberichtes hinsichtlich einer künftigen Favorisierung eines Konzeptes „der zulassenden Planung“?

2. Welche Möglichkeiten bestehen prinzipiell für das Handel des Planungsamtes beziehungsweise der Verwaltung zur Umsetzung eines Konzeptes „der zulassenden Planung“?

3. Für welche dieser prinzipiellen Möglichkeiten sieht das Planungsamt Handlungsnotwendigkeiten und Realisierungschancen mit welchem Realisierungshorizont?

Sachdarstellung:
Der vor der Sommerpause vorgestellte Bericht zur Kulturwirtschaft in Düsseldorf kommt in den Handlungsempfehlungen der beiden Detailuntersuchungen zur Bildenden Kunst und zum Werbemarkt zu ähnlich formulierten Schlussfolgerungen: „Düsseldorf sollte für die Zukunft verstärkt darauf achten, leistungsfähiges Personal für kreativwirtschaftliche Branchen in die Stadt zu ziehen. Dazu sind alle Maßnahmen sinnvoll, die die Wahrnehmung der Stadt mit all ihren Stärken und Möglichkeiten verbessern und die die Stadt als Standort für Kreative noch attraktiver machen.“ (S. 95)

Auf Seite 78 des Berichtes werden Empfehlungen für die Stadtentwicklungsplanung mit der sich die Verwaltung wie der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung konstruktiv auseinandersetzen sollte: „In der Stadtentwicklungsplanung sollte zur Förderung von Künstlern zukünftig das Konzept der zulassende Planung favorisiert werden.

Stadträume sollten offen gehalten werden, Lücken wären frei zu lassen, um eigenständige Entwicklungen zu ermöglichen. Funktionierende (Sub-)Strukturen sollten nicht weggeplant, Subkulturen Raum gelassen werden. Offene Stadtentwicklungskonzepte und qualitative Entwicklungsleitlinien bieten die besten Chancen für die Entwicklung von kreativen Milieus. Dies ist besonders wichtig in Städten, die kaum noch Freiräume aufweisen und in denen das Bodenpreisniveau sehr hoch liegt.“

Mit freundlichen Grüßen

Norbert Czerwinski    Astrid Wiesendorf    Traudl Blumenroth

Antworten der Verwaltung