Anfrage zu: Sachstand Planungen Oberlöricker Straße
24. Nov 2010

An
Ratsherrn
Dr. Alexander Fils
Vorsitzender des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung

Sehr geehrter Herr Fils,

die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung am 24. November 2010 zu nehmen und durch die Verwaltung beantworten zu lassen:

1. Wie ist der aktuelle Sachstand der Planungen für eine Bebauung südlich der Oberlöricker Straße (in Aufstellung befindlicher Bebauungsplan 5079-23) unter Berücksichtigung ökologischer Standards, optimaler städteplanerischer Integration in das bestehende Umfeld und zur Schaffung von Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten?

2. Welche qualitätssichernden Verfahren sollen für die Bebauung angewandt werden?

3. Wann kann eine Beteiligung der Ratsgremien erwartet werden?

Sachdarstellung:
Am 1. Oktober 1998 hat der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung für das Bebauungsplangebiet 5079/23 Südlich Oberlöricker Straße/Grevenbroicher Weg einen Aufstellungsbeschluss gefasst und am 7. Dezember 2000 geändert. In einem reinen Wohngebiet sollten Einfamilienhäuser entstehen. Dieser Entwurf wurde wegen zahlreicher offener Fragen bis zur nationalen Olympia-Bewerbung Düsseldorfs nicht weiterverfolgt. Für das geplante Olympische Dorf wurde dort eine höhere Dichte vorgesehen.

Der Vorschlag der grünen Ratsfraktion nach dem Ende der Bewerbung die hohe – auch ökologische – Qualität der gefundenen städtebauliche Lösung weiter einer Realisierung zuzuführen fand bedauerlicherweise keine Mehrheit. Herr Dr. Fils erklärte, dass die Planungen für das Olympische Dorf zwar nicht umgesetzt würden, aber die interessanten Anregungen und Ansätze nicht beiseite geschoben werden sollten. Mehrheitlich waren die Fraktionen sich einig, dass eine Neuplanung für dieses Gebiet erforderlich sei.

Angesichts des Unterangebotes an Wohnraum und der Flächenknappheit in der Stadt ist es nun geboten die Fläche, welche im Baulandkataster als eine der Wohnbaugebiete ausgewiesen ist, den geänderten Anforderungen entsprechend und im Einklang mit den wohnungspolitischen Zielen des Stadtentwicklungskonzeptes unter Berücksichtigung der Klimaschutzziele zu bebauen.

Die knapp 6 ha große Fläche bietet einen idealen Rahmen, um Wohneinheiten mit hohen ökologischen Standards für alle Bevölkerungsschichten zu verwirklichen und auch eine Möglichkeit den Bedarf an Bebauungsflächen für private Wohnprojekte, wie beispielsweise für Mehrgenerationenhäuser, zu decken.

Mit freundlichen Grüßen

Astrid Wiesendorf    Norbert Czerwinski      Traudl Blumenroth

Antworten der Verwaltung