Anfrage zu Bio-Landwirtschaft auf Düsseldorfer Stadtgebiet
23. Feb 2012

An
Ratsfrau
Iris Bellstedt
Vorsitzende des Ausschusses für Umweltschutz

Sehr geehrte Frau Bellstedt,

die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung am 23.02.2012 zu nehmen und durch die Verwaltung beantworten zu lassen:

1. In welchen Anteilen werden die landwirtschaftlichen Flächen im Stadtgebiet Düsseldorf wie genutzt? (Bitte auch nach konventioneller bzw. biologischer Anbauweise differenzieren.)

2. Wie groß ist der Anteil der städtischen Flächen an den landwirtschaftlich genutzten oder nutzbaren Flächen und wie werden diese derzeit genutzt (auch hinsichtlich der biologischen Landwirtschaft)?

3. Wie wird die biologische Landwirtschaft von Seiten der Stadt unterstützt und gibt es Pachtverträge, die eine biologische Bewirtschaftung vorsehen?

Sachdarstellung:
Der Evaluationsbericht zum STEK 2020+ weist auf, dass 5000 ha landwirtschaftliche Fläche auf Düsseldorfer Stadtgebiet existieren. Zum Vergleich: Park- und Grünanlagen sind mit 2000ha, Waldflächen mit 3000ha angegeben.
Hieraus resultiert, dass große Flächen Düsseldorfs landwirtschaftlich genutzt sind und der Gesamtanteil entsprechenden Einfluss auf Umweltschutz-, Klima- und Gesundheitsbelange hat. Um Boden- und Grundwasserproblematiken, aber auch negativen Einflüssen auf die Nahrungskette vorzubeugen bzw. diese zukünftig zu vermeiden, ist beispielsweise nach Pariser oder Münchener Vorbild denkbar, dass insbesondere Landwirtschaftsflächen, die den Wasserschutzzonen benachbart sind, in naturnahen und biologischen Bewirtschaftungsformen unterstützt oder gefördert werden.

Mit freundlichen Grüßen

Christoph Gormanns

Antworten der Verwaltung