Anfrage zu: Recycling von Energiesparlampen
22. Mär 2012

An
Ratsfrau
Iris Bellstedt
Vorsitzende des Ausschusses für Umweltschutz

Sehr geehrte Frau Bellstedt,

die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung am 22.03.2012 zu nehmen und durch die Verwaltung beantworten zu lassen:

1. Welche Erkenntnisse hat die Verwaltung über die Menge von Energiesparlampen zum Beispiel laut Hausmüllanalyse, die unsachgemäß als Restmüll entsorgt werden?

2. Wie bewertet die Verwaltung die neue Elektroschrottrichtlinie der EU, die am 19. Januar verabschiedet wurde, hinsichtlich einer Verbesserung der Recyclingquote von Energiesparlampen in Düsseldorf?

3. Wie bewertet die Verwaltung die Beteiligung der Stadt an Recyclingsystemen wie dem System der Firma take-e-way, bei dem sowohl Energiesparlampen als auch Elektroschrott gesammelt werden und welches erfolgreich von der Stadt Hamburg unterstützt wird?

Sachdarstellung:
Die EU-weite Umstellung von energieintensiven Glühlampen auf Energiesparlampen führt aufgrund der unzureichend geregelten Entsorgung zu einem hohen Anteil von unsachgemäß entsorgten Energiesparlampen. Diese Lampen müssen aufgrund ihres Quecksilbergehaltes über die Schadstoffsammlung entsorgt werden. Einige wenige Einzelhandelsgeschäfte bieten ebenfalls eine Entsorgung an. Diese Entsorgungswege sind aber nicht ausreichend und führen vielfach zu unsachgemäßer Entsorgung über den Hausmüll.

Grundsätzlich ist zwar von einem positiven Gesamtsaldo hinsichtlich des Quecksilbereintrags auszugehen, weil durch die Energieeinsparung weniger Emissionen auf der Seite der Energieproduktion entstehen. Lokal kann es aber zu einer erhöhten Belastung kommen, wenn Energiesparlampen unsachgemäß entsorgt werden.

Die neue Elektroschrottrichtlinie der EU fordert zwar einen Entsorgungsweg für die Energiesparlampen, anders als beim Elektroschrott ist aber vorerst keine verpflichtende Annahme über den Handel vorgesehen. Hieraus ergibt sich weiterhin die Notwendigkeit, zusätzliche Recyclingwege einzurichten, um die Recyclingquote zu erhöhen.

Mit freundlichen Grüßen

Christoph Gormanns         Martin Lemke

Antworten der Verwaltung