Anfrage zu: Schadstoffklassen (Euro-Normen) der Linienbusse in Düsseldorf
15. Nov 2016

An
Philipp Tacer
Vorsitzender des Ausschusses für Umweltschutz

Sehr geehrter Herr Tacer,

wir bitten Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung des Ausschusses für Umweltschutz am 15. November 2016 zu nehmen und durch die Verwaltung beantworten zu lassen.

Welche Buslinienverkehre im Düsseldorfer Stadtgebiet werden durch welche Unternehmen bzw. Subunternehmen erbracht?

Welche Antriebsarten kommen hier jeweils zum Einsatz (fahrzeuggenau) und welche Schadstoffklassen / Euro-Normen werden bei diesen Fahrzeugen jeweils ausgewiesen / von ihnen erfüllt?

Sachdarstellung
Der Stickoxidgrenzwert von 40 Mikrogramm pro m³ Luft wird seit Jahren in der Innenstadt von Düsseldorf deutlich überschritten. In der Sitzung des Ausschusses für Umweltschutz am 25. August wurde mit den Ergebnissen der Studie „Ermittlung von NO2-Minderungspotenzialen für die Situation auf der Düsseldorfer Corneliusstraße“ des Ingenieurbüros Lohmeier darauf hingewiesen, dass über 14% des gesamten Stickoxids auf der Corneliusstraße von dieselbetriebenen Busse emittiert werden.

Die Ampelfraktionen SPD, BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN und FDP haben im Ordnungs- und Verkehrsausschuss am 26. Oktober 2016 den Antrag eingebracht, die Umrüstung der Rheinbahnbusflotte auf alternative Antriebstechnologien zu beschleunigen. Die dieselbetriebenen Busse anderer Betreiber werden damit jedoch nicht erfasst.

Nach dem Urteil des Düsseldorfer Verwaltungsgerichts auf die Klage der Deutschen Umwelthilfe erhöht sich der Handlungsdruck, für eine bessere Luftqualität in der Innenstadt zu sorgen.

Mit der konsequenten Förderung des Radverkehrs und des ÖPNV hat die Stadt Düsseldorf den richtigen Weg eingeschlagen, das allein reicht aber nicht für die hochbelasteten Straßen, wie z .B. die Corneliusstraße. Schnelle Wirkung zur dringenden Absenkung der Stickoxid-Werte kann durch den Einsatz luftschadstoffärmerer oder -freier Busse erzielt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Iris Bellstedt