Antrag mit SPD, FDP zu: Klimaschutzprogramm - Offensive Klimaschutz
19. Dez 2014

An
Ratsherrn Philipp Tacer
Vorsitzender des Ausschusses für Umweltschutz

Sehr geehrter Herr Tacer,

im Namen der Ratsfraktionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP bitten wir Sie, folgenden Antrag in der Sitzung des Ausschusses für Umweltschutz am 15. Januar 2015 zur Abstimmung zu bringen:
Der Ausschuss für Umweltschutz beauftragt die Verwaltung, Vorschläge zur Konkretisierung des Programms „Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten in Düsseldorf“ vorzulegen:

1. Eine Förderung von Gebäuden, die sowohl gewerblich als auch zu Wohnzwecken genutzt werden, kann nur durch einen geeigneten Nachweis der kombinierten Nutzung aus Wohnung und Gewerbe erfolgen.

2. Bei der Höhe der Förderung von Wärmedämmmaßnahmen sind ökologische und sicherheitsrelevante Gesichtspunkte wie Brandschutz und Umweltverträglichkeit zu berücksichtigen.

Sachdarstellung:
In seiner Sitzung vom 04. Dezember 2014 hat der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf die Ausweitung des Programms „Klimafreundliches Wohnen in Düsseldorf“ zu „Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten in Düsseldorf“ beschlossen (Vorlage 01/265/2014). Zur Feststellung der Förderfähigkeit von Maßnahmen zur energetischen Sanierung gemischt genutzter Wohn- und Geschäftsgebäude ist es notwendig, den Nachweis einer genehmigten wohnungswirtschaftlichen Nutzung zu erbringen. Deshalb muss in dem städtischen Förderprogramm eine genaue Definition der förderfähigen Gebäude enthalten sein, da eine Förderung von Gebäuden mit einer rein gewerblichen Nutzung (u. a. auch Hotels, Hallen etc.) im Rahmen der Ausweitung nicht erfolgen soll.

In den letzten Jahrzehnten hat sich im Bereich der Dämmmaterialien zur energetischen Gebäudesanierung ein sehr vielfältiges Angebot entwickelt. Die heute über den Bausstoffhandel vertriebenen Dämmstoffe unterscheiden sich insbesondere durch ihre Brandschutzklassen und ihre bauphysikalischen und umweltrelevanten Eigenschaften. Diese Eigenschaften sollten deshalb im Förderprogramm hinsichtlich ihrer Förderfähigkeit sowie in der Förderhöhe Berücksichtigung finden. Auf diese Weise besteht die Möglichkeit, z. B. auch den Aspekt der Recyclingfähigkeit einzelner Baustoffe mit zu berücksichtigen.

Mit freundlichen Grüßen

Ursula Holtmann-Schnieder           Cord Schulz           Iris Bellstedt


Antrag wurde beschlossen