Anfrage zu: Produkte aus fairem Handel
13. Jan 2011

An
Ratsfrau
Iris Bellstedt
Vorsitzende des Ausschusses für Umweltschutz

Sehr geehrte Frau Bellstedt,

die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung am 13. Januar 2010 zu nehmen:

1. Werden in der Cafeteria des Rathauses Produkte aus fairem Handel - außer dem Düsseldorf Café - angeboten?

2. Welche Maßnahmen sind in welchem Zeitraum geplant, um über das bereits erreichte die Aktivitäten zur „Fairtrade-Stadt“ weiter zu entwickeln?

3. Welche Maßnahmen sind hinsichtlich von Bildungsmaßnahmen an Schulen geplant?

Sachdarstellung:
Düsseldorf war zuletzt 2007 „Hauptstadt des fairen Handels“. Zurzeit strebt die Stadt eine Auszeichnung als „Fairtrade-Stadt“ an. Hinzu kommt ein interfraktioneller Beschluss vom 02.02.2006, mit dem der Rat eine Vergaberegelung für die Stadtverwaltung verabschiedet hat, die Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit ausschließt.

Das Verpflegungsangebot im Rathaus und gerade bei den Ratssitzungen hat hierbei eine Signalwirkung.

Die 5 Kriterien zur Anerkennung als Fairtrade-Stadt geben einen Rahmen für die weitere Entwicklung vor. Die 5 Kriterien lauten:

1. Es liegt ein Beschluss der Kommune vor, dass bei allen Sitzungen der Ausschüsse und des Rates sowie im Bürgermeister-, bzw. Landratsbüro Fair Trade-Kaffee sowie ein wei-teres Produkt aus Fairem Handel verwendet wird. Es wird die Entscheidung getroffen, als Stadt den Titel „Fairtrade Stadt“ anzustreben.

2. Es wird eine lokale Steuerungsgruppe gebildet, die auf dem Weg zur „Fairtrade-Stadt“ die Aktivitäten vor Ort koordiniert.

3. In den lokalen Einzelhandelsgeschäften werden gesiegelte Produkte aus Fairem Handel angeboten und in Cafés und Restaurants werden Fair Trade-Produkte ausgeschenkt.

4. In öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen werden Fair Trade-Produkte verwendet und es werden dort Bildungsaktivitäten zum Thema „Fairer Handel“ durchgeführt.

5. Die örtlichen Medien berichten über alle Aktivitäten auf dem Weg zur „Fairtrade-Stadt“.

In der Vorlage 01/195/2010 ist dargestellt, wie der aktuelle Stand hinsichtlich der Förderung des Fairen Handels ist. Es soll nun darum gehen, wie die weitere Entwicklung aussieht.

Gerade über ein entsprechende Bildungsaktivitäten in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen können außerdem eine breite Zielgruppe erreicht und sowohl Kinder als auch Eltern für das Thema „Fairer Handel“ und Arbeitsbedingungen in den Ursprungsländern sensibilisiert werden.

Mit freundlichen Grüßen

Christoph Gormanns        Elke Cardeneo

Antworten der Verwaltung