Anfrage von Ratsfrau Bellstedt zu: Wirtschaftlichkeit Verkauf Wohnhäuser Lindenstraße 118 und 122
21. Jun 2012

An Ratsherrn
Klaus Mauersberger
Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Liegenschaften

Sehr geehrter Herr Mauersberger,

in der Ratssitzung am 24. Mai 2012 hatte unsere Fraktion nach den Hintergründen und Alternativen zum geplanten Verkauf der beiden Wohnhäuser Lindenstraße 118 und 122 gefragt. Die Frage nach den wirtschaftlichen und finanzpolitischen Zielen wurde lediglich mit dem Verweis auf die seit Jahren bestehende Zuordnung zum so genannten Streubesitz der Städtischen Wohnungsgesellschaft Düsseldorf (SWD) beantwortet.

Vor diesem Hintergrund bitte ich Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung am 21. Juni 2012 zu nehmen und durch die Verwaltung beantworten zu lassen:

1.  Welche Handlungsempfehlung wurde im Rahmen der SWD-Portfolioanalyse für die Wohnhäuser Lindenstraße 118 und 122 gegeben?

2. Wurde vor dem Angebot zum Kauf der Häuser eine Wirtschaftlichkeitsberechnung durchgeführt und wenn ja, auf welchen Annahmen?

3. Welche Erträge könnten mit den beiden Objekten in den nächsten Jahren durch eine Modernisierung und weitere Bewirtschaftung durch die SWD erzielt werden und wie bewertet die Verwaltung diese im Vergleich zum möglichen Verkaufserlös?


Sachdarstellung:
Aus den verfügbaren Informationen und den Antworten auf die Fragen der GRÜNEN Fraktion im Rat ist nicht ersichtlich, dass ein Verkauf der Objekte wirtschaftlicher ist als eine weitere Entwicklung und Bewirtschaftung durch die SWD.

Laut Informationen zum Verkauf befinden sich die Wohnungen nicht in einer Mietpreis- oder Belegungsbindung, so dass eine behutsame Entwicklung der Mietpreise möglich wäre. Die Ausstattungen mit Bad, isolierverglasten Fenstern und zentraler Gasheizung sowie einem Personenaufzug in Haus Nr. 118 lässt darauf schließen, dass Modernisierungsmaßnahmen auch grundsätzlich lohnenswert und nachhaltig sind. Abbruch und Neubau erscheint an dieser Stelle nicht notwendig.

Daher stellt sich die Frage, wie die Entscheidung zum Verkauf begründet ist. Ein einfacher Verweis, dass sie seit Jahren dem sogenannten Streubesitz zugeordnet seien ersetzt dabei nicht die Aussagen aus der Portfolioanalyse und die Berechnung der mittel- und langfristigen Wirtschaftlichkeit von Alternativen.

Mit freundlichen Grüßen

Iris Bellstedt

Antworten der Verwaltung