Ergänzungsantrag zum Stadtentwicklungskonzept Düsseldorf 2020+
13. Jan 2009

Im Ausschuss für Wohnen am 12. Januar 2009 haben wir einen Ergänzungsantrag zum Stadtentwicklungskonzept 2020+ gestellt, der sich im Besonderen mit der rage des Wohnraums befasst:  Antrag der Ratsfraktion Bündnis90/ Die Grünen –
Ergänzungsantrag zum Stadtentwicklungskonzept Düsseldorf 2020+

Der Ausschuss für Wohnungswesen und Modernisierung nimmt vom „Stadtent-wicklungskonzept Düsseldorf 2020+ - Wachstum fördern, Zukunft gestalten“ Kenntnis und empfiehlt dem Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung das Stadtent-wicklungskonzept mit folgenden Ergänzungen zu beschließen:

Bis Anfang des Jahres 2010 legt die Verwaltung einen Bericht vor, in dem die Potenziale für neuen Wohnraum, der entsprechende Erschließungsaufwand und der Umsetzungshorizont bezüglich der Konzepte des Stadtentwicklungskonzeptes:
•    Quartiersentwicklung unter dem Aspekt der Nachverdichtung,
•    Weiterentwicklung des Wohnungsbestandes privater Haus-/Wohnungseigen-tümer,
•    Nachverdichtung in Innenhöfen (Innenhofatlas),
•    Bauflächenmanagement für das Wohnen (insbesondere bezüglich der Um-nutzungsmöglichkeiten veralteter Bürobestände)
dargestellt werden. In diesem Zusammenhang legt die Verwaltung dar, wie voraus-schauend durch die Weiterentwicklung städtischer Grundstücke sowie den Erwerb von Grundstücken zu Gunsten eines kosten- und flächensparenden Wohnungsneu-baus gefördert werden kann.
 
Sachdarstellung:
Mit den genannten Konzepten des Stadtentwicklungskonzeptes soll auf die ange-spannte Düsseldorfer Wohnungsmarktsituation reagiert und der erwarteten Woh-nungsnachfrage entsprochen werden. Das Stadtentwicklungskonzept sieht bis zum Jahr 2010 eine jährliche Bauleistung von 2.200 Wohnungen als notwendig an. Danach seien bis zum Jahr 2020 pro Jahr 1.700 neue Wohneinheiten erforderlich. Die Maßnahmen zur Innenentwicklung des Düsseldorfer Siedlungsraumes sind dringend erforderlich, um nicht unangemessen Natur und Landschaft zu bebauen und damit die Düsseldorfer Wohnbauflächenreserven nicht (allzu rasch) bebaut werden. Laut Bauflächenbericht 2007 für das Wohnen wären bei einem Bau von jährlich 2.000 Wohnungen Düsseldorfs Wohnbauflächenreserven erschöpft. Be-standsentwicklung ist planerisch pro Wohneinheit arbeitsaufwändiger als die Ent-wicklung von unbebauten oder freigeräumten Flächen, daher sind rasch die Voraus-setzungen dafür zu schaffen, dass durch eine Bestandsentwicklung im erforderlichen Maße neuer Wohnraum geschaffen werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Petring