Anhörung zu öffentlich gefördertem Wohnungsbau
28. Feb 2008

Im Ausschuss für Wohnungswesen und Modernisierung am 10. März beantragen wir eine Anhörung zu öffentlich gefördertem Wohnungsbau: Bündnis 90/Die Grünen
Ratsfraktion Düsseldorf
Antrag zur Sitzung des Ausschusses am 10. März 2008
hier: Anhörung zu öffentlich gefördertem Wohnungsbau

Sehr geehrter Herr Witzke,

die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen bittet Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung am 10. März 2008 zu nehmen und zur Abstimmung zu bringen:

Der Ausschuss für Wohnungswesen und Modernisierung bittet die Verwaltung in die nächste Sitzung des Ausschusses Fachleute einzuladen, die im Rahmen des Tagesordnungspunktes „Perspektiven für den öffentlich geförderten Wohnungsbau in Düsseldorf“ über eine erfolgreiche Praxis des öffentlich geförderten Wohnungsbaus in ihrer Stadt informieren können.

Gewünscht werden Informationen darüber,
•    welche direkten Handlungsmöglichkeiten eine Stadt hat. Hier ist insbesondere das Handeln der Stadt München von Interesse bezüglich der zwei Handlungsfelder
a)    „Die sozialgerechte Bodennutzung – Der Münchener Weg“ sowie
b)    der Erwerb von Belegungsrechten. Und
•    welche Handlungsmöglichkeiten mit Hilfe eines kommunalen Wohnungsunternehmens bestehen. Hier sind beispielsweise die Tätigkeiten des Neusser Bauverein AG, der Vereinigte Bochumer Wohnungsgesellschaft mbH sowie der Bielefelder Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft beachtenswert.

Sachdarstellung:
Düsseldorfs Bestand an öffentlich geförderten Wohnungen sinkt kontinuierlich. Bis zum Jahr 2015 werden höchstwahrscheinlich 8.400 Wohnungen aus der Sozialbindung fallen. Dann sind keine 6 % der Düsseldorfer Wohnungen öffentlich geförderte Wohnungen. Damit wird es für sozial schwächere Haushalte noch schwieriger sich in Düsseldorf angemessen mit Wohnraum zu versorgen, da die preisdämpfende Wirkung der öffentlich geförderten Wohnungsbestände schwindet.

Bei der Diskussion der Präsentation der INWIS-Expertise wurde von allen Fraktionen der Wunsch geäußert, dieses Thema intensiver im Ausschuss diskutieren zu wollen. Andere Kommunen nutzen in unterschiedlicher Weise ihre direkten wie indirekten Einflussmöglichkeiten. Ihre Übertragbarkeit auf Düsseldorf sollte gemeinsam intensiv beleuchtet und diskutiert werden.

Mit freundlichen Grüßen

Antonia Frey                    Traudl Blumenroth