Änderungsantrag zu: Bebauungsplan-Vorentwurf Nr. 5078/029 – Hansaallee / Böhlerstraße
04. Feb 2013

Ratsfrau
Antonia Frey
Vorsitzende des Ausschusses für Wohnungswesen und Modernisierung

Sehr geehrte Frau Frey,

die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie, folgenden Änderungsantrag zur Vor-lage 61/ 8/2013 unter Punkt 7 auf die Tagesordnung der Sitzung am 04. Februar 2013 zu nehmen und zur Abstimmung zu bringen:

Der Ausschuss für Wohnungswesen und Modernisierung wird hiermit gem. § 20 Abs. 3 Nr. 1 der Zuständigkeitsordnung zum Bebauungsplan-Vorentwurf Nr. 5078/029 – Hansaallee / Böhlerstraße – angehört und empfiehlt dem Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung, folgende Beschlussfassung:

- Die Anteile geförderten Wohnungsbaus und kostengünstigen Wohneigentums werden je von 5 % auf 30 % erhöht.

- Die für Reihenhäuser vorgesehenen Flächen werden zugunsten von barriere-freiem Geschosswohnungsbau und einer Vergrößerung der Grün- und Spielflächen überplant.

- Im Übrigen empfiehlt der Ausschuss eine vorlagengemäße Beschlussfassung.

Sachdarstellung:
Die Ergebnisse des Gutachterverfahrens liefern eine weitgehend gute Grundlage für das weitere Bebauungsplanverfahren. Allerdings werden die vorgesehenen Anteile an geförderten Mietwohnungen und an kostengünstigen Eigentumswohnungen den Erfordernissen des Düsseldorfer Wohnungsmarktes in keiner Weise gerecht.

Ähnlich niedrige Quoten wurden zuletzt auch von CDU und FDP kritisiert. So wurde mit den Stimmen von CDU und FDP im Fall der Ulmer Höh’ ein Appell an die Eigentümer gerichtet, mehr als die im Wettbewerb vorgesehenen 5 % zu ermöglichen. In den funktional angrenzenden Quartieren in Lörick ist der Anteil an Wohnungen mit Mietpreisbindungen sehr gering, so dass eine Durchmischung mit gefördertem Wohnungsbau erforderlich und verträglich ist.

Außerdem ist der Flächenanteil, der für Reihenhäuser vorgesehen ist viel zu groß. Auch wenn die Häuser als moderne „Stadthäuser“ vermarktet werden, es bleiben Reihenhäuser, die den urbanen Herausforderungen nicht gerecht werden: sie bieten keinerlei Barrierefreiheit, die flächenintensive Bauweise ermöglicht nur wenige Wohnungen und verhindert größere Grünflächen im Quartier.

Mit freundlichen Grüßen

Marcus Voelker                Uwe Warnecke