Anfrage zu: Bestände der Deutsche Annington in Düsseldorf
17. Jun 2013

An Ratsfrau
Antonia Frey
Vorsitzende des Ausschusses für Wohnungswesen und Modernisierung

Sehr geehrte Frau Frey,

die Deutsche Annington Immobilien SE strebt laut Presseberichten für diesen Sommer ihren Börsengang an. Im Handelsblatt wurde ein Termin um den 4.Juli erwähnt.

Vor diesem Hintergrund bittet die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung am 17.06.2013 zu nehmen und von der Verwaltung beantworten zu lassen:

1. Wie viele öffentlich geförderte Wohnungen befinden sich in Düsseldorf aktuell im Bestand oder in der Verwaltung der Deutsche Annington?

2. Welche Informationen liegen der Verwaltung über Einzelprivatisierungen von Wohnungen (mit und ohne Mietpreisbindungen) durch die Deutsche Annington in Düsseldorf vor, und welche Probleme aufgrund von großen Wohnungseigentümergemeinschaften sind der Verwaltung bekannt?

3. Welche Informationen liegen der Verwaltung zu aus der Bindung gefallenen Wohnungen der Deutsche Annington vor, insbesondere zur Anzahl und zur Nachwirkung der Bindung?

Sachdarstellung:
Anlässlich der zu erwartenden Veränderung in der Gesellschafterstruktur der Deutsche Annington ist es aufgezeigt, die Bestände der Gesellschaft in Düsseldorf und das Geschäftsmodell zu thematisieren.

Im Bericht der Gesellschaft zum Geschäftsjahr 2011 wird die Anzahl der eigenen Wohnungen mit 2.564 angegeben. Neben der herkömmlichen Vermietung von Wohnungen sind auch der Verkauf von Wohnungen und auch die Verwaltung von Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) wesentliche Geschäftsbereiche. Addiert man die Wohnungen aus diesen verschiedenen Geschäftsfeldern zusammen, liegt der Wirkungsbereich der Deutschen Annington Immobilien SE bei deutlich über 3.000 Wohnungen, somit bei ca. 1% des Wohnungsbestands in Düsseldorf.

Mindestens zwei der durch die Annington verwalteten WEG sind mit deutlich über 200 Wohnungen mit einem kleineren Wohnungsunternehmen zu vergleichen. Von diesen Eigentümergemeinschaften geht zumindest kleinräumig ein prägender Einfluss aus. Zudem sind Probleme in der Handlungsfähigkeit und damit im langfristigen Management dieser WEG zu erwarten, die sich auch negativ auf die darin enthaltenen öffentlich geförderten Wohnungen auswirken werden.

Mit freundlichen Grüßen

Marcus Voelker        Uwe Warnecke

Antworten der Verwaltung