Antrag zu: Barrierefrei Wohnen – Weiterentwicklung der städtischen Beratungs- und Förderangebote
25. Aug 2014

An Ratsfrau Antonia Frey
Vorsitzende des Ausschusses
für Wohnungswesen und Modernisierung


Sehr geehrte Frau Frey,

die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung am 25.08.2014 zu nehmen und zur Abstimmung zu bringen:

Der Ausschuss für Wohnungswesen und Modernisierung beauftragt die Verwaltung, die städtischen Beratungs- und Förderangebote sowie stadtplanerische Vorgaben (beispielsweise in städtebaulichen Verträge und qualitätssichernden Verfahren) zur Barrierefreiheit zu evaluieren. Dabei soll insbesondere die Entwicklung der Beratungszahlen und der Inanspruchnahme der Fördermöglichkeiten über die vergangenen Jahre analysiert werden.

Im Anschluss sollen dem Ausschuss für Wohnungswesen und Modernisierung die Ergebnisse sowie Möglichkeiten zur Weiterentwicklung und zum Ausbau der Angebote vorgestellt werden.

Sachdarstellung

Die Steigerung der Barrierefreiheit in Wohngebäuden und im Wohnumfeld ist eine der zentralen Zukunftsaufgaben für die Stadtentwicklung in Düsseldorf. Im Frühjahr waren nach Schätzungen der Stadt lediglich etwa 2% der Wohnungen barrierefrei, wobei klar war, dass keine umfänglichen Zahlen vorlagen. Im Juni diesen Jahres veröffentlichte der Ring Deutscher Makler (RDM) differenziertere Zahlen nach einer Auswertung  von Immobilienanzeigen, die etwas höher lagen. Dennoch sprach der RDM von „erschreckend wenig altersgerechten Wohnungen“.Daher muss nicht nur in der Planung von Neubaugebieten, sondern insbesondere auch im Umbau der Bestandswohnungen das Engagement weiter verstärkt werden.

Mit der Wohnberatung für ältere Menschen und Menschen mit Behinderung unterstützt das Wohnungsamt die Planung und Umsetzung von individuellen Wohnraumanpassungen im Alter, bei Behinderung und bei Demenz. Bauliche Maßnahmen, durch die Barrieren in bestehenden Wohngebäuden reduziert werden, fördern das Land Nordrhein-Westfalen, die KfW und die Stadt Düsseldorf mit zinsgünstigen Darlehen und Zuschüssen.

Unbenommen der guten Angebote und Ansätze muss festgestellt werden, dass der Ausbau der Barrierefreiheit in Wohngebäuden und im Wohnumfeld nicht mit den wachsenden Bedürfnissen des demographischen Wandels Schritt hält. Daher ist die Weiterentwicklung und der Ausbau der Angebote – auf Basis einer Auswertung der bisherigen Entwicklung – notwendig.

Mit freundlichen Grüßen

Marcus Voelker            Harald Schwenk