Anfrage zu: Erfassung des Gebäudebestands
19. Mär 2013

Herrn
Andreas Hartnigk
Vorsitzender des Bauausschusses

Sehr geehrter Herr Hartnigk,

bereits im Rahmen der Reorganisation des Amtes für Gebäudemanagement, die dem Bauausschuss im April 2010 vorgestellt worden ist, wurde eine Verbesserung der Bestandserfassung und des Gebäudemanagements angekündigt. Hierzu sollte eine integrative Software zur Ablösung der damals vorhandenen Insellösungen angeschafft werden.

Zu verschiedenen Aspekten bzw. Gebäudebereichen und -kennwerten wurde seitdem von der Verwaltung berichtet. Der Umfang des erfassten Bestandes ist diesen Informationen zur Folge sehr unterschiedlich und teilweise noch sehr niedrig – nach eigenen Angaben betreut das Amt für Gebäudemanagement insgesamt mehr als 2.000 Objekte:

laut Auskunft der Verwaltung im Rat am 24. Mai 2012 wurden für 850 Gebäude Energiekennzahlen gebildet und Energieausweise erstellt. Damit seien etwa zwei Drittel der verbrauchsrelevanten Gebäude erfasst (Antwort zu Vorlage 01/ 92/2012)

laut Energiebericht 2010 wurden für 186 Objekte die Gebäude- und Anlagedaten erfasst (Energiekataster).

laut Antwort der Verwaltung im Bauausschuss am 12. Februar 2013 sind 67 Verwaltungsgebäude, Stadtbüchereien, Berzirksverwaltungsstellen, etc. zum Zustand der Barrierefreiheit erfasst (Antwort zu Vorlage 23/ 17/2013)

Auch bei einzelnen Sanierungsmaßnahmen stellen sich aufgrund von nachträglich notwendigen Umplanungen wiederholt Fragen, ob der Bestand der Objekte zu Beginn der Maßnahmen bzw. bei ihrer Planung hinreichend bekannt war. Vor diesem Hintergrund bittet die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung am 19. März 2013 zu nehmen und durch die Verwaltung beantworten zu lassen:

1. Wie ist der aktuelle Sachstand zur Anschaffung und Nutzung einer zentralen integrativen Software für das Gebäudemanagement?

2. Welche Objekteigenschaften und Kennzahlen werden in diesem System erfasst und welche zusätzlichen Systeme bzw. Datenbanken sollen parallel dazu für welche weiteren Daten genutzt werden?
3. In welchem Zeitraum sollen die bislang nicht zentral erfassten Bestände und Daten aufgearbeitet und in das neue System eingepflegt werden?

Mit freundlichen Grüßen

Christoph Gormanns    Thomas Eggeling        Björn Syffus

Antworten der Verwaltung