Anfrage zu: Neubewertung der photovoltaischen Potentiale bei den Stadtentwässerungsbetrieben
29. Mär 2011

Herrn
Andreas Hartnigk
Vorsitzender des Bauausschusses

Sehr geehrter Herr Hartnigk,

die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Ausschusssitzung am 29. März 2011 zu nehmen und durch die Verwaltung beantworten zu lassen:

1. Welche neuen Erkenntnisse ergeben sich aus den Daten des neuen Solarkatasters der Stadt Düsseldorf für eine Nutzung von solarer Energie auf den (Dach-) Flächen des Stadtentwässerungsbetriebes?

2. An welchen Stellen sind kombinierte Installationen (Photovoltaik und Grünbedachung) zur Leistungssteigerung der Anlagen und zugunsten klimatischer Aspekte möglich?

3. Welche Flächen davon können – wenn nicht von der Stadt selber genutzt – zugunsten von BürgersolarVereinen und anderen Investoren (bspw. Naturstrom, Greenpeace; wie bereits bei anderen städtischen Gebäuden) bereitgestellt werden?

Sachdarstellung:
In der Bauausschuss-Sitzung vom 22.02.2011 wurde berichtet, dass nach alter Einschätzung zumindest 500 m² Fläche beim Klärwerk Nord und 950 m² beim Klärwerk Süd für eine solare Nutzung in den Stadtentwässerungsbetrieben möglich seien. Das entspricht immerhin der Versorgung von 70 Haushalten.

Ein erster Blick in das neue Solarkataster der Stadt zeigt auf, dass darüber hinaus weitaus mehr Flächen potentiell für Photovoltaikanlagen nutzbar sind.

Sollten die Stadtentwässerungsbetriebe die Investitionen nicht selber vornehmen bzw. den Strom auch unter Berücksichtigung der Förderung des Eigenverbrauchs von Solarstrom durch die Bundesregierung nicht selber verwerten wollen, ist eine Bereitstellung der vielen Flächen an private oder Bürgervereins-Investoren unseres Erachtens gut möglich und würde zu Pachteinnahmen für die Stadtentwässerungsbetriebe führen.

Eine Kombination mit Grünbedachung verlängert die Lebensdauer und steigert den Ertrag von Photovoltaikanlagen.

Mit freundlichen Grüßen

Christoph Gormanns        Toni Mörger        Thomas Eggeling