Haushaltsantrag zu: 011 111 050 – Gebäudemanagement
20. Nov 2012

Ratsherrn
Andreas Hartnigk
Vorsitzender des Bauausschusses

Sehr geehrter Herr Hartnigk,

die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie, folgenden Antrag unter Tagesordnungspunkt 3 auf die Tagesordnung der Sitzung am 20. November 2012 zu nehmen und zur Abstimmung zu bringen:

Die Produktziele und Kennzahlen des Produktes 011 111 050 „Gebäudemanagement“ werden gemäß Anlage so geändert, dass sie den Zielen des städtischen Maßnahmenprogramms Klimaschutz entsprechen und sie unterstützen:

• Es wird ein neues Produktziel „Vollständige Erfassung der Energieverbräuche (Strom/Wärme) durch ein zentrales Energiemonitoring“ geschaffen. Die Planzahl der entsprechenden Kennzahlen wird auf 100 % gesetzt.

• Der Standard der EnEV 2009 soll bei Neubauten/Sanierungen zukünftig um 30 statt um 15 % unterschritten werden.

Sachdarstellung:
Ein zentrales Energiemonitoring ist eine Grundvoraussetzung für ein effizientes Energiemanagement. Die Notwendigkeit, alle Energieverbräuche – Strom und Wärme – verursacherbezogen zu erfassen und auszuwerten wurde bereits im städtischen Maßnahmenprogramm zum Klimaschutz „Die Schöpfung bewahren - 30 Initiativen für den Klimaschutz in Düsseldorf“ im Jahr 2008 benannt. Der erste Punkt des Programms – „Städtische Energiebilanz und Energiecontrolling für den kommunalen Gebäudebestand“ –  fordert die Erfassung der Energieverbräuche. Dieses Ziel sollte auch im Haushalt unterstützt werden.

Neben Energiemanagement des Verbrauchs bieten Neubauten und Sanierungen im Bestand die entscheidenden Möglichkeiten, die Energieeffizienz zu steigern. Um den Standard schrittweise an die von der Bundesregierung angestrebte Klimaneutralität im Gebäudebestand heranzuführen muss die Zielvorgabe jetzt verschärft werden. Die Bundesregierung legt in ihrem Energiekonzept beispielsweise fest, eigene Neubauten ab 2012 nur noch im Niedrigstenergiestandard zu errichtet. Düsseldorf hat sich im oben genannten Maßnahmenprogramm Klimaschutz ebenfalls deutlich ambitionierte Ziele gesteckt. Dort heißt es unter Punkt 3: „Der gültige Standard der Energieeinsparverordnung EnEV soll in Zukunft um mindestens 30 Prozent unterschritten werden“.

Mit freundlichen Grüßen

Christoph Gormanns             Björn Syffus            Thomas Eggeling

Anlage