Anfrage zu: berufliche Situation von Jugendlichen mit Migrationshintergrund nach dem Schulabschluss
18. Sep 2013

An
Ratsherrn Pavle Madzirov
Vorsitzender des Integrationsausschusses

Sehr geehrter Herr Madzirov,

dem Vernehmen nach sind in Düsseldorf derzeit mehr Ausbildungsstellen frei als es Ausbildungsplatzsuchende gibt. Dennoch sollen besonders Jugendliche mit  Migrationshintergrund höchste Schwierigkeiten haben, überhaupt einen Ausbildungsplatz zu bekommen.

Vor diesem Hintergrund bittet die Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, folgende Anfrage auf die Tagesordnung des Integrationsauschusses vom 18.09.2013 zu nehmen und durch die Verwaltung beantworten zu lassen:

1. Wie stellt sich die Situation von Jugendlichen mit Migrationshintergrund im Bereich Übergang Schule/Beruf verglichen mit SchülerInnen ohne Migrationshintergrund in den letzten fünf Jahren in Bezug auf folgende Faktoren dar:    
• Anzahl der SchulabgängerInnen mit Schulabschlüssen und mit welchen Abschlüssen
• Anzahl der SchulabgängerInnen ohne Schulabschlüsse
• Anzahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge nach dem Schulabschluss / Schulabbruch
• Anzahl der Ausbildungssuchenden (und Dauer der Suche) nach dem Schulabschluss / Abbruch
• Anzahl der SchülerInnen in einem nachfolgenden Berufskolleg sowie Berufsvorbereitungsjahr
• Anzahl der Studierenden, aufgeschlüsselt weiblich / männlich?

2. Welche Ursachen sehen die Fachämter und Träger für ein gegebenenfalls schlechteres Abschneiden von Jugendlichen mit Migrationshintergrund (im Vergleich zu Jugendlichen ohne Migrationshintergrund)?

3. Welche Maßnahmen werden derzeit in Düsseldorf seitens der Stadt, Schulen, Schulsozialarbeit, Arbeitsagentur und Trägern der Jugendhilfe durchgeführt und für die kommenden Jahre geplant, um Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund den direkten Zugang in eine Ausbildung (1. Arbeitsmarkt) zu ermöglichen (bitte legen Sie die Wirkungsorientierung der Maßnahmen der letzen Jahre dar)?

Sachdarstellung:
Der kommunale Sozialbericht legt dar, dass die ausländische Bevölkerungsgruppe in Düsseldorf im Vergleich zur deutschen Bevölkerung sehr jung ist. Diese junge, motivierte Personengruppe aus der Gesellschaft auszuschließen, ist nicht zu rechtfertigen. Im Integrationskonzept der Stadt Düsseldorf bildet die Integration in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt ein wichtiges Handlungsfeld.

Aus diesem Grund sollte die Wirkung von Maßnahmen, die eine Integration in den Arbeitsmarkt ermöglichen sollen, regelmäßig überprüft und wenn notwendig verbessert werden.

Weitere Begründung erfolgt gegebenenfalls mündlich.

Mit freundlichen Grüßen

Angela Hebeler        Dietmar Wolf

Antworten der Verwaltung