Anfrage zu: Inanspruchnahme des Fortbildungsangebotes zur Erweiterung der interkulturellen Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung Düsseldorf
25. Feb 2015

An
Frau Katharina Kabata
Vorsitzende des Integrationsrat

Sehr geehrte Frau Kabata,

die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Ausschusssitzung am 25.Februar 2015 zu nehmen und durch die Verwaltung beantworten zu lassen:

1. Wie viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung Düsseldorf haben in den Jahren 2012, 2013 und 2014 das Fortbildungsangebot zur Erweiterung der interkulturellen Kompetenz wahrgenommen und aus welchen Ämtern kamen die Teilnehmer*innen?

2. Wie häufig findet das Fortbildungsangebot im Kalenderjahr statt, welche Inhalte werden vermittelt und inwieweit sind die einzelnen Kurse ausgelastet?

3. Wird die Fortbildung von Dozentinnen und Dozenten durchgeführt, die selbst über einen Migrationshintergrund verfügen und wenn nicht, warum nicht?

Sachdarstellung
Seit dem 24.2.2014 ist in Nordrhein-Westfalen das "Gesetzes zur Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe und Integration in Nordrhein-Westfalen" in Kraft. In §4 wird die interkulturelle Kompetenz wie folgt definiert:

"Interkulturelle Kompetenz im Sinne dieses Gesetzes umfasst
1. die Fähigkeit, insbesondere in beruflichen Situationen mit Menschen mit und ohne Migrationshintergrund erfolgreich und zur gegenseitigen Zufriedenheit agieren zu können,

2. die Fähigkeit bei Vorhaben, Maßnahmen, Programmen etc. die verschiedenen Auswirkungen auf Menschen mit und ohne Migrationshintergrund beurteilen und entsprechend handeln zu können sowie

3. die Fähigkeit, die durch Diskriminierung und Ausgrenzung entstehenden integrationshemmenden Auswirkungen zu erkennen und zu überwinden."

In Düsseldorf haben laut dem Mikrozensus der Gesellschaft für politische Bildung ca. 32 % der Bevölkerung einen Migrationshintergrund.Dies bedeutet für die Arbeit einer Stadtverwaltung eine Herausforderung. Sie muss gemäß Ihrem eigenen Leitbild (verabschiedet am 10.10.1996 im Rat der Stadt) ihre: “…..Arbeit einer selbstkritischen Würdigung“ unterziehen und ist „bestrebt, die Qualität ihrer Leistung zu verbessern.“

Zu einer solchen Qualitätsverbesserung gehört, bezogen auf den Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund in unserer Stadt, eine regelmäßige und insbesondere alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Kund*innenkontakt einbeziehende Fortbildung in interkultureller Kompetenz.

Das Fortbildungskonzept der Stadtverwaltung sieht eine solche Fortbildung unter der Nummer A2-042 vor, als nächster Termin ist der 16./17.6.2015 angegeben.

Ziel des 2-tägigen Angebots ist, es die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für interkulturell relevante Aspekte der Kommunikation zu sensibilisieren und Ihnen eine interkulturelle Konfliktmanagementkompetenz zu vermitteln.

Mit freundlichen Grüßen

Angela Hebeler

Antworten der Verwaltung