Antrag mit SPD, FDP, SPD-Internationalen Liste, GIOL zu: Erweiterung der interkulturellen Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung Düsseldorf
22. Apr 2015

An
Frau Katharina Kabata
Vorsitzende des Integrationsrat

Sehr geehrte Frau Kabata,

die SPD Ratsfraktion, die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und die FDP Ratsfraktion, sowie der SPD-Internationale Liste und die GRÜNE offene internationale Liste bitten Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Integrationsratssitzung am 22. April 2015 zu nehmen und zur Abstimmung zu bringen:

Die Verwaltung wird beauftragt, ein/e Mitarbeiter*in des Kölner Instituts für Interkulturelle Kompetenz e.V. zur Integrationsratssitzung am 20. Mai 2015 einzuladen, um dort die Arbeit des Instituts vorzustellen und über Konzepte zur Verbesserung der interkulturellen Kompetenz von Mitarbeiter*innen in der Verwaltung zu informieren.

Sachdarstellung
Das Kölner Institut für Interkulturelle Kompetenz e.V. ist ein gemeinnütziger Verein. Das Institut hat zahlreiche Forschungen zur interkulturellen Öffnung von Verwaltung und Polizei veröffentlicht und arbeitet diesbezüglich eng mit der Fachhochschule Köln zusammen. Das Institut entwickelt Trainingsprogramme sowie Lehr- und Lernmaterialien zu den Themenfeldern Interkulturelle Kommunikation, Migration, kulturelle Diversität und Antidiskriminierung. Es trainiert, berät und unterstützt in diesen Bereichen Fachkräfte in der Wirtschaft und im öffentlichen Dienst.

Aus der Beantwortung der Anfrage von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Vorlage 06/16/2015) durch die Verwaltung am 25. Februar 2015 geht hervor, das im Jahr 2012 nur 33, im Jahr 2013 nur 21 und im Jahr 2014 nur 18 von ca. 10.000 Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung Düsseldorf an der Fortbildung Erweiterung der interkulturellen Kompetenz teilgenommen haben.

In 2013 und 2014 nahmen keine MitarbeiterInnen des Amtes 33, zu dem auch die Ausländerbehörde gehört, teil. Gerade diese Behörden hat ständig mit Menschen mit Migrationshintergrund Kontakt.

Die in der o. g. Sitzung dargestellten Inhalte der Fortbildung, einschließlich der Besuche von kulturellen Einrichtungen, „um den direkten Kontakt zu anderen Kulturen zu erleben“, zeigen, dass die Fortbildung noch zu eindimensional ausgerichtet ist. Die vermittelten Inhalte sind zur Ausbildung interkultureller Kompetenzfähigkeiten i.S. des Teilhabe- und Integrationsgesetzes nicht ausreichend. So sollten die Fortbildungen über das bestehende Angebot hinaus von professionellen Dozentinnen und Dozenten, möglicherweise mit eigenem Migrationshintergrund, durchgeführt werden.

Dies alles mit dem Ziel, die Fortbildung für die Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung attraktiver zu machen und den Bürgerinnen und Bürgern somit eine interkulturell kompetent aufgestellte Verwaltung zu bieten. Dies ist für eine internationale Stadt wir Düsseldorf unabdingbar.

Mit freundlichen Grüßen

Angelika Wien-Mroß       Angela Hebeler       Rainer Matheisen    Katarina Kabata     Goce Peroski