Antrag zu: Suchtprävention für Kinder und Jugendliche
10. Mai 2011

An
Frau Walburga Benninghaus
Vorsitzende Jugendhilfeausschuss

Sehr geehrte Frau Benninghaus,

das Düsseldorfer Gesundheitsamt hat in 2009 eine Befragung zum Gesundheits- und Risikoverhalten der Düsseldorfer Schülerinnen und Schüler durchgeführt. Die Ergebnisse der Studie sollten in den Planungen und Konzepten der Kinder- und Jugendarbeit Berücksichtigung finden. Deshalb bittet die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung am 10. Mai 2011 zu nehmen und zur Abstimmung zu bringen:

Die Verwaltung wird gebeten, die Ergebnisse der Befragung zum Risikoverhalten Jugendlicher noch vor der Sommerpause im Kinder- und Jugendhilfeausschuss ausführlich vorzustellen. Dabei ist dem Risikofaktor Sucht besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Zum Thema Suchtprävention in der Kinder und Jugendarbeit ist von der Verwaltung über die bisherigen Ansätze/Projekte zu berichten und es sind konkrete Handlungsempfehlungen für die Zukunft vorzustellen. Dabei ist auch darzulegen, inwieweit die Verwaltung die Fortführung/Ausweitung des Projekts „Zukunft ohne Sucht“ für sinnvoll/notwendig hält bzw. welche Ansätze der Präventionsarbeit sie ggfls. stattdessen verfolgen will.

Sachdarstellung:
Über die Medien erreichen uns immer wieder alarmierende Meldungen über den Konsum von Alkohol und zunehmende Krankenhauseinweisungen von Jugendlichen aufgrund von Alkoholmissbrauch. Die Daten über das Risikoverhalten Düsseldorfer Jugendlicher sollten eine der Grundlagen für weitere Handlungsoptionen im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit sein.

Unser Fokus gilt heute dem Thema: Suchtprävention, denn in der Befragung hatten beispielsweise fast die Hälfte der Achtklässler/innen und mehr als zwei Drittel der Zehntklässler/innen angegeben, in den letzten 4 Wochen Alkohol getrunken zu haben. Ein Viertel der Jungen in den achten Klassen und die Hälfte der Zehntklässler erreichten das Kriterium für das sogenannte Binge Drinking.

Ein Baustein in der Düsseldorfer Suchtpräventionsarbeit war das Projekt „Zukunft ohne Sucht“ in Rath. Aus unserer Sicht wäre es wünschenswert, dieses Projekt, an dem sich auch Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen sowie Schulen beteiligten, weiter zu führen und auch auf andere Stadtteile auszuweiten. Ein entsprechendes Konzept wurde von der Gesundheitsverwaltung auch erstellt.

Die Mehrheitsfraktionen von CDU und FDP waren allerdings nicht bereit, dafür die notwendigen Finanzmittel zur Verfügung zu stellen. Der JHA soll sich nun mit dem Thema befassen. Die Fragestellung lautet: wie sieht die Suchtpräventionsarbeit für Kinder und Jugendliche stadtweit aus und wie muss/kann sie ggfls. ausgeweitet werden?

Mit freundlichen Grüßen

Jens Petring    Angela Hebeler