Anfrage zu: Optimierung der Vergabe Betreuungsplätze für Kinder - perspektivische Anpassung an Elternwünsche
07. Mai 2013

An
Frau Ursula Holtmann-Schnieder
Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses

Sehr geehrte Frau Ursula Holtmann-Schnieder,

die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Ausschusssitzung am 7. Mai 2013 zu nehmen und durch die Verwaltung beantworten zu lassen:

1. Welche Maßnahmen ergreift die Stadtverwaltung, um im nächsten Jahr eine frühzeitigere Information über eine Zu- oder Absage bezüglich Betreuungsplätzen für Kinder zu ermöglichen?

2. Welche Verteilung in der Kinderbetreuung (aufgeschlüsselt nach Kindertagesstätte, Tagespflege, Großtagespflege, Betriebskindertagesstätte) ergäbe sich, wenn alle Plätze dem Elternwunsch entsprechend vergeben werden könnten?

3. Plant die Stadt Düsseldorf, den Elternwünschen entsprechend den Ausbau der Kinderbetreuung voranzutreiben bzw. anzupassen, auch wenn die Erfüllung des Rechtsanspruchs an sich erreicht sein wird?

Sachdarstellung:
Trotz der engagierten Bemühungen der Stadt wird die Zahl der KiTa- oder Tagespflegeplätze in Düsseldorf für eine volle Erfüllung des Rechtsanspruchs im August nicht ausreichen. Um den Eltern jedoch eine Planungssicherheit geben zu können, ist eine früh- und rechtzeitige Information über den Erhalt oder Nichterhalt eines Betreuungsplatzes für viele Eltern unabdingbar. Zudem muss für Eltern nachvollziehbar sein, aus welchen Gründen sie im Falle einer Absage keinen Platz erhalten haben und wie sich ihre Chancen auf einen Betreuungsplatz perspektivisch gestalten.

Um die Betreuungsquote noch zeitnah zu erhöhen, bemüht sich die Stadtverwaltung neben dem Aus- und Neubau von Kindertageseinrichtungen um zusätzliche Betreuungsplätze in der Kindertagespflege und in Spielgruppen.

Wird für Kleinstkinder noch oft die familiärere Betreuung einer Kindertagespflege gewünscht, wird für etwas ältere Kinder eine Betreuung in einer Kindertagesstätte bevorzugt (unterschiedliche Angebote für die Kinder, ausgebildete PädagogInnen, gesicherte Vertretung im Krankheitsfall etc.). So ist die Unterbringung in einer Kindertagespflege für viele Eltern nur eine Übergangslösung, bis ein Platz in einer Kindertageseinrichtung frei wird.

Wir würden gerne darüber informiert werden, welche Betreuung die Stadt für Düsseldorfer Kinder anbieten muss, um nicht nur den Rechtsanspruch sondern möglichst passgenau dem Elternwunsch bezüglich Betreuungsform und Betreuungsdauer zu erfüllen.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Petring    Angela Hebeler