Antrag zu: Stadtentwicklungskonzept 2025+ - Mehr Leben. Mehr Stadt. Für alle.
11. Mär 2014

An
Frau Ursula Holtmann-Schnieder
Vorsitzende Jugendhilfeausschuss

Sehr geehrte Frau Ursula Holtmann-Schnieder,

die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie, folgenden Antrag zur Vorlage 61/102/2013 „Stadtentwicklungskonzept 2025+ - Mehr Leben. Mehr Stadt. Für alle.“ auf die Tagesordnung der Sitzung am 11.03.2014 zu nehmen und zur Abstimmung zu bringen:

Der Jugendhilfeausschuss nimmt vom „Stadtentwicklungskonzept 2025+ - Mehr Leben. Mehr Stadt. Für alle.“ Kenntnis und empfiehlt dieses mit folgenden Ergänzungen zu beschließen sowie anschließend dem Rat zur Beschlussfassung vorzulegen:

TEIL E. FACHBEZOGENE LEITLINIEN, ZIELE UND PROJEKTE

6. SOZIALE INFRASTRUKTUR, SPORT UND BEWEGUNG

6.1 EIN AUSREICHENDES ANGEBOT FÜR ALLE GENERATIONEN BEREITSTELLEN
Die fachbezogenen Leitlinien bzw. Ziele werden wie folgt ergänzt:

Ziel 1 Bereitstellung eines bedarfsgerechten Betreuungs- und Bildungsangebots für Kinder bis zum Schuleintritt

Projekt 2 Qualität in der Kinderbetreuung bis zum Schuleintritt sicherstellen. Dazu gehören Bewegung, gesunde Ernährung, Sprachförderung, kulturelle und besonders musische Angebote sowie Möglichkeiten zur Naturerfahrung. Die konsequente Förderung von Zwei- und Mehrsprachigkeit sollte zum Regelangebot jeder KiTa gehören.

Ziel 3 Erhalt einer ausreichenden Anzahl an Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen sowie Beratungsstellen und Stadtteiltreffs.

Projekt 2 Durchführung einer Befragung an den Grund- und den weiterführenden Schulen sowie den Jugendfreizeiteinrichtungen, um den Bedarf an Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen zu ermitteln.

Projekt 3 Erarbeitung und Umsetzung von Partizipationskonzepten: Mitbestimmung bei der Gestaltung von Räumen und Angeboten durch und für Kinder und Jugendlichen.

Sachdarstellung
a) Qualität in der Kinderbetreuung bis zum Schuleintritt sicherstellen
Neben dem quantitativen Ausbau ist die Qualität in den Kindertageseinrichtungen entscheidend. Kindertageseinrichtungen sind der erste Ort, an dem Chancengleichheit bei Bildung und Entwicklung hergestellt werden kann. Kleinkindern wird neben der Vermittlung von Wissen und Fähigkeiten vor allem das soziale Lernen ermöglicht (Umgang mit Misserfolgen, Mut zu Herausforderungen, Neugierde für lebenslanges Lernen, positives Selbstbild, Ausschöpfung ihrer Potentiale etc.). Die Investitionen in frühkindliche Bildung können spätere Maßnahmen und Interventionen für Kinder und Jugendliche überflüssig machen.

b)  Durchführung einer Befragung zum Bedarf an Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen
Der Bedarf an Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen wird am besten durch die Befragung der aktuellen bzw. zukünftigen Nutzerinnen und Nutzer ermittelt.

c)  Partizipative Gestaltung von Räumen und Angeboten für Kinder und Jugendliche
Partizipation von Kindern und Jugendlichen bei den sie betreffenden Angelegenheiten ist ein wichtiger Baustein zur Entwicklung eines demokratischen Verständnisses vom Zusammenleben in einer Gesellschaft. Daher sollen gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen Partizipationskonzepte für Kindertageseinrichtungen, Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen, Sport-, Spiel- und Freizeitplätzen etc. erarbeitet und umgesetzt werden. Dies betrifft sowohl die baulichen Gegebenheiten also auch die inhaltliche Angebote wie zum Beispiel zu den Themen Kultur, Sport, Gender, sexuelle Orientierung, Inklusion u. a.

Mit freundlichen Grüßen

Angela Hebeler                Paula Elsholz