Anfrage zu: Jugendschutzkontrollen zu Karneval
02. Mär 2010

Frau
Walburga Benninghaus    
Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses

Sehr geehrte Frau Benninghaus,

der heutigen Presse ist zu entnehmen, dass Altweiber in diesem Jahr weniger alkoholisierte Jugendliche unterwegs waren als 2009. Konkrete Zahlen zur Beschlagnahme von Alkohol von Jugendlichen oder zu Aufnahmen in die Jugendschutzstelle bzw. zu Krankenhauseinweisungen aufgrund von übermäßigem Alkoholgenuss sind aus der Presseberichterstattung nicht abzulesen. Zu diesem Sachverhalt bittet die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung am 2.3.2010 zu nehmen, durch die Verwaltung beantworten zu lassen und die Antwort auch den Mitgliedern des Ausschusses für Gesundheit und Soziales zur Kenntnis zu geben:

1. Welche konkreten Zahlen sind der Verwaltung bekannt zur
a) Beschlagnahme von Alkohol bei Kindern und Jugendlichen
b) Aufnahme im Sanitätszelt bzw. der Jugendschutzstelle und zur Einweisung zur stationären Behandlung aufgrund akuter Gefährdung durch übermäßigen Alkoholkonsum?
c) Überprüfung von Gaststätten, Kiosken und sonstigen Verkaufsstätten bzw. Verletzungen des Jugendschutzgesetzes durch Obengenannte in der Zeit von Altweiber bis Aschermittwoch?

2. Wie bewertet die Verwaltung die Situation bezüglich des Alkoholkonsums von Kindern und Jugendlichen im diesjährigen Karneval (auch im Verhältnis zu früheren Jahren)?

3. Inwiefern haben sich aus Sicht der Verwaltung die Konzepte zur Einhaltung des Jugendschutzes im diesjährigen Karneval bewährt bzw. an welchen Stellen sieht sie Verbesserungsmöglichkeiten?

Sachdarstellung:
Seit Jahren sind zunehmende Alkoholexzesse von Kindern und Jugendlichen im Fokus der Öffentlichkeit. Der übermäßige Alkoholkonsum von jungen Menschen und die damit einhergehenden physischen und psychischen Problematiken fordern gemeinsame Anstrengungen aller Beteiligten und der Öffentlichkeit, um Kinder und Jugendliche vor den Gefahren des Alkoholmissbrauchs zu schützen.

Dabei steht Prävention an erster Stelle. Aber auch die Einhaltung der Jugendschutzkontrollen durch Gaststätten und Verkaufsstätten ist ein Baustein.

Nach den Erfahrungen vergangener Jahre kommt es besonders im Karneval durch Alkoholkonsum immer wieder zu unschönen und gefährdenden Situationen gerade für Kinder und Jugendliche.

Deshalb fragen wir im Jugendhilfeausschuss nach den Erfahrungen im diesjährigen Karneval.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Petring        Angela Hebeler