Anfrage zu: Beteiligung der Stadt am neuen Bundesprojekt zur zusätzlichen Sprachförderung in Kommunen
23. Nov 2010

An
Frau Walburga Benninghaus
Vorsitzende Jugendhilfeausschuss

Sehr geehrte Frau Benninghaus,

Bundesfamilienministerin Schröder hat angekündigt, die Sprachförderung in den Kitas verbessern zu wollen. Laut Presseberichten stellt der Bund dafür ab 2011 für die nächsten 4 Jahre fast 400 Mio. € zur Verfügung. Kommunen und Einrichtungen müssten selbst entscheiden, ob das Programm sinnvoll für sie sei, und sich dann bewerben. Vor diesem Hintergrund bittet die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung am 23.11.2010 zu nehmen und durch die Verwaltung beantworten zu lassen:

1. Kann die Stadt Düsseldorf sich zur Teilnahme an dem Projekt bewerben und falls ja:

a) welche Voraussetzungen müssen dafür vorliegen und

b) sind alle nötigen Schritte für eine Antragstellung eingeleitet bzw. wann wird dies so weit sein?

2. Falls nein: Wieso kann bzw. wird sich die Stadt Düsseldorf nicht um eine Beteiligung bewerben?

Sachdarstellung:
Mit den Bundesmitteln soll bundesweit für 4000 Kitas in sozialen Brennpunkten jeweils eine neue Halbtagsstelle (25.000 €) finanziert werden, und zwar für ErzieherInnen, die sich ausschließlich um die Sprachförderung der Kinder kümmern. Die Kriterien für die Verteilung des Geldes an die Kommunen sind weitgehend unbekannt und damit auch die Anzahl der Stellen für die einzelnen Kommunen.

Eines der Kriterien soll beispielsweise der Prozentsatz der Kinder mit Migrationshintergrund sein. Sprachdefizite haben allerdings nicht nur Kinder aus Migrantenfamilien, ausschlaggebend für diese Problematik ist der sozioökonomische Status der Familien, der allerdings oft mit einer Migrationsgeschichte korreliert.

Ob Düsseldorf an dem Projekt partizipieren kann und falls ja, unter welchen Voraussetzungen – darüber sollte der Jugendhilfeausschuss informiert werden.

Mit freundlichen Grüßen

Angela Hebeler         Jens Petring

Antworten der Verwaltung