Anfrage zur Kulturausschusssitzung: Zwischennutzungen
04. Mär 2010

Herrn
Bürgermeister Conzen
Vorsitzender des Kulturausschusses

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Conzen,

die Fraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung am 04. März 2010 zu nehmen und durch die Verwaltung beantworten zu lassen:

1. Welche Möglichkeiten sieht die Verwaltung, die freie Kulturszene Düsseldorfs über die bestehenden Angebote hinaus stärker am öffentlichen und sozialen Leben zu beteiligen?

2. Wie bewertet die Verwaltung Konzepte wie z. B. in Berlin oder Wuppertal zur vereinfachten Nutzung von leerstehenden Räumlichkeiten durch Kulturschaffende, gemeinnützige Initiativen und Vereine?

3. Welche Chancen sieht die Verwaltung in einem Pilotversuch z. B. in der Umgebung des Worringer Platzes in Zusammenarbeit mit der Anwohner- und Einzelhändlerinitiative?

Sachdarstellung:
Gerade in einer Stadt wie Düsseldorf mit geringen Flächenreserven fällt es freien Kulturschaffenden schwer, günstige und geeignete Standorte zu gerieren. In der Konkurrenz zu kommerziellen Anbietern unterliegen nur zu oft die sozial ausgerichteten und Impuls gebenden Initiativen von Kulturschaffenden, wie es zuletzt auf dem von Segro angekauften Gelände an der Fichtenstrasse augenfällig wurde.

Konzepte zu Zwischennutzungen leerstehender Räumlichkeiten wie in Berlin oder Wuppertal schaffen vielfältige Effekte für Kulturschaffende und tragen zu einer nachhaltigen und partizipativen Stadtentwicklung bei. Zudem fördern sie die Wahrnehmbarkeit und Erlebbarkeit von Kultur in der gesamten Stadt.
Erfolgreiche Konzepte zu Zwischennutzungen gründen in der offiziellen Vermittlung zwischen Vermietern und Kulturschaffenden. Gerade die Umgebung des Worringer Platzes würde sich in unseren Augen für einen ersten Versuch im Rahmen des Entwicklungskonzeptes Innenstadt Süd-Ost und in Zusammenarbeit des Kulturamtes mit der Stadtplanungsverwaltung, dem Wirtschaftsförderungsamt und der Einzelhändlerinitiative als erster Standort anbieten.

Mit freundlichen Grüßen

Clara Deilmann

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