Anfrage zu: Sachstandsbericht Fahrradfreundlichkeit
23. Mär 2011

An
Ratsherrn
Martin Volkenrath
Vorsitzender des Ordnungs- und Verkehrsausschusses

Sehr geehrter Herr Volkenrath,

die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Ausschusssitzung am 23. März 2011 zu nehmen und durch die Verwaltung beantworten zu lassen:

1. Welche Maßnahmen hat die Stadt Düsseldorf – in den Handlungsfeldern Radwegenetz, Abstellanlagen, Verkehrssicherheit und Marketing – seit ihrem Beitritt zur Arbeitsgemeinschaft der fahrradfreundlichen Städte, Kreise und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen e.V. (AGFS) für die Verbesserung der Fahrradfreundlichkeit ergriffen und inwiefern ist hiermit das Leitbild der AGFS erfüllt?

2. Wie wird bisher die Wirkung der Maßnahmen in den oben genannten Handlungsfeldern auf die Fahrradfreundlichkeit in Düsseldorf evaluiert, welche Standards, Ziel- oder Richtwerte werden dabei zugrunde gelegt und welche Evaluierung wäre aus fachlicher Sicht wünschenswert?

3. In welchen der oben genannten Handlungsfeldern sieht die Verwaltung welchen Bedarf zur Verbesserung der Fahrradfreundlichkeit sowie zur Erhöhung des Radverkehrsanteils und welche Maßnahmen sollen dazu wann umgesetzt werden?

Sachdarstellung:
Die Stadt Düsseldorf hat sich in ihrem Klimaschutzprogramm zum Ziel gesetzt, dass der Radverkehrsanteil in Düsseldorf auf 16 % steigen soll. Im Leitbild der AGFS, der Düsseldorfs Anfang des Jahres 2007 beigetreten ist, wird ein Anteil von 25 % am Modal Split als messbares Ziel formuliert.

Dagegen ergab die bundesweite Mobilitätsbefragung der TU Dresden für das Jahr 2008 in Düsseldorf nur einen Radverkehrsanteil von 11 % an allen Verkehren und von 12,5 % an den Binnenverkehren.

Weiterer Handlungsbedarf zur Verbesserung der Fahrradfreundlichkeit und Erhöhung des Radverkehrsanteils ist also angesichts der selbst gesetzten Ziele offensichtlich. Hierzu sind problemorientierte Evaluierungsansätze sowie zukunftsorientierte Gesamtstrategien sicherlich hilfreich.

Mit freundlichen Grüßen

Norbert Czerwinski     Dietmar Wolf        Stephan Soll

Antworten der Verwaltung