Anfrage zu: Radweg Bonner Straße - Vorlage Nr. 66/150/2010
23. Mär 2011

Ratsherr
Martin Volkenrath
Vorsitzender des Ordnungs- und Verkehrsausschusses

Sehr geehrter Herr Volkenrath,

folgende Anfrage bitte ich Sie auf die Tagesordnung der Ausschusssitzung am 23. März 2011 zu nehmen und durch die Verwaltung beantworten zu lassen:

1. Wie erklärt sich der Widerspruch zwischen der Vorlage 66/150/2010, wonach die Verwaltung “weiterhin” die Notwendigkeit in Frage stellt, eine “funktionierende” Hauptverkehrsstraße zurückzubauen und zu verschmälern und der Vorlage 66/117/2002, in der es heißt, dass ein Fahrstreifen je Fahrtrichtung ausreicht?

2. Gibt es belastbare Daten einer Verkehrszählung, die zum heutigen Zeitpunkt sowie in Zukunft zwei stadtauswärts führende Fahrspuren rechtfertigen?

3. Besteht die Möglichkeit, als “Sofortmaßnahme” das Parken im Bereich der Laternen durch Poller zu unterbinden und so zumindest die durchgehende Benutzung des Radwegs zu gewährleisten?

Sachdarstellung:
Die Bonner Straße ist im Bereich zwischen Niederheider / Münchener Straße und Paul-Thomas-Straße / Am Trippelsberg neben der Benrather Schlossallee (Schlosskurve) der einzige Abschnitt im Verlauf der alten B8 mit unverändertem Fahrbahnquerschnitt, verglichen mit dem Zeitraum vor dem Bau der Münchener Straße. Von dem durch den Bau der Münchener Straße eingetretenen Entlastungseffekt sollten auch nicht motorisierte VerkehrsteilnehmerInnen profitieren.

Die Aussage “Für den Radverkehr sind ebenfalls bereits heute schon verkehrssichere Angebote vorhanden” trifft für den stadteinwärts führenden Radweg im Bereich der Laternen bei erlaubtem Gehwegparken nicht zu. Dies wurde bereits im Abschlussbericht “Radverkehrsbezirksnetze Düsseldorf, Bezirke 9 & 10” (Anlage zu Vorlage Nr. 179 95/2002) dokumentiert, ebenso wie die unzureichende Restbreite des dortigen Gehwegs.

Mit freundlichen Grüßen

Stephan Soll

Antworten der Verwaltung