Anfrage zu: Wo ein Wille ist, ist noch kein (Rad-)Weg?
21. Mär 2012

An Ratsherrn
Martin Volkenrath
Vorsitzender des Ordnungs- und Verkehrsausschusses

Sehr geehrter Herr Volkenrath,

im Frühjahr 2011 hat der Ordnungs- und Verkehrsausschuss den „Bericht zum aktuellen Stand der Fahrradförderung“ (Vorlage 66/ 51/2011, OVA am 04.05.2011) zur Kenntnis genommen. Neben Rückblicken wurden darin auch Ausblicke in die lang- sowie kurzfristige Zukunft gegeben.

Vor diesem Hintergrund bittet die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sie jetzt, im Frühjahr 2012, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung am 21.03.2012 zu nehmen und durch die Verwaltung beantworten zu lassen:

1. Wann wird die in Vorlage 66/ 51/2011 angekündigte Dauerzählstelle zur Erhebung ganzjähriger Daten installiert und wo soll sie eingesetzt werden?

2. Wann werden die Planungen des in Vorlage 66/ 51/2011 erstmals erwähnten Grundnetzes aus Hauptrouten begonnen und nach welchen Kriterien sollen diese ermittelt bzw. erstellt werden?

3. Für welche Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit nutzt die Stadt Düsseldorf die im Rahmen der Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Städte (AGFS) vom Land NRW erhaltenen Zuwendungen in welcher Höhe im Jahr 2012?

Sachdarstellung:
Die Stadt Düsseldorf will den Radverkehr fördern uns macht diese u. a. durch ihre Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Städte (AGFS) und durch zahlreiche politische Willenserklärungen deutlich. Doch wo scheinbar ein Wille ist, ist in Düsseldorf häufig noch kein (Rad-)Weg. So ist der Blick auf die im Rahmen des Haushaltplanes präsentierten Radwegemaßnahmen 2012 ausgesprochen übersichtlich, insbesondere im Vergleich zu den im gleichen Zusammenhang aufgelisteten Straßenbaumaßnahmen.

Demgegenüber waren die vor knapp einem Jahr im „Bericht zum aktuellen Stand der Fahrradförderung“ gegebenen Ausblicke durchaus vielversprechend. Neben relativ allgemeinen Aussagen zur Öffentlichkeitsarbeit und Information wurde insbesondere eine Dauerzählstelle angekündigt und die Entwicklung eines Grundnetzes aus Hauptrouten in Aussicht gestellt.

Gerade letzterer Punkt wäre im Vergleich zum aktuell nicht funktional gegliederten Radwegenetz ein Fortschritt. Anhand klarer Qualitätskriterien könnte in Düsseldorf endlich ein Netz aus leistungsfähigen Radverbindungen identifiziert und, wo nötig, geschaffen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Norbert Czerwinski            Dietmar Wolf            Stephan Soll

Antworten der Verwaltung