Antrag zu: Green IT - Fördermittel des Bundes nutzen
21. Feb 2011

An
Ratsherrn
Harald Wachter
Vorsitzender des Personal- und Organisationsausschusses

Sehr geehrter Herr Wachter,

die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung am 21. Februar 2011 zu nehmen und zur Abstimmung zu bringen:

1. Die Verwaltung stellt dar, durch welche Maßnahmen sich in den Düsseldorfer Rechenzentren bzw. den kommunalen Serverparks, gegebenenfalls ihrer Eigenbetriebe und Töchter sowie Schulen unter Einbeziehung der ITK Rheinland die Energieeffizienz steigern lässt.

2. Zur zeitnahen Umsetzung dieser Maßnahmen beantragt die Stadt Düsseldorf Fördermittel aus dem Topf “IT goes green” des Bundesumweltministeriums.

Sachdarstellung:
Die gesamten weltweiten Emissionen von Kohlendioxid durch Informations- und Kommunikationstechnik haben mit rund zwei Prozent bereits das Niveau der globalen CO2-Emissionen des Flugverkehrs erreicht. Der Energiebedarf von Rechenzentren lag in Deutschland im Jahr 2008 bereits bei über zehn Milliarden Kilowattstunden.

Das entspricht einer Jahresstromproduktion von fast vier Kohlekraftwerken. Und der Bedarf steigt weiter. Ohne besondere Anstrengungen zur Energieeffizienz wird der Energieverbrauch von Rechenzentren im Jahr 2010 bei über zwölf Milliarden Kilowattstunden liegen.

Dieser Entwicklung muss gegengesteuert werden und zwar jetzt. Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2013 den durch den Betrieb von Informations- und Kommunikationstechnik verursachten Energieverbrauch um 40 Prozent zu senken.

Dazu stellt das Bundesumweltministerium bis zu 25 Millionen Euro im Rahmen des neuen Förderschwerpunkts “IT goes green” bereit. Gefördert werden können Maßnahmen wie zum Beispiel Verbesserungen bei der Klimatisierung bzw. dem Stromverbrauch der Rechenzentrumsinfrastruktur (energieeffiziente Server). Eine bessere Energieeffizienz dieser Schaltstellen spart Kosten und ist ein entscheidender Beitrag zum Klimaschutz.

Mit freundlichen Grüßen

Günter Karen-Jungen     Jens Petring     Dr. Wolf Jenkner