Anfrage zu: „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ und „Schule ohne Homophobie“ an Düsseldorfer Schulen
14. Mai 2013

Herrn
Wolfgang Scheffler
Vorsitzender des Schulausschusses

Sehr geehrter Herr Scheffler,

die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung am 14.05.2013 zu nehmen und durch die Verwaltung beantworten zu lassen:

1. Wie viele und welche Düsseldorfer Schulen nehmen an den Programmen „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ sowie „Schule ohne Homophobie“ teil?

2. Wie sind die bisherigen Erfolge und wird an eine Ausweitung der Programme gedacht? Wenn ja, wann? Wenn nein, warum nicht?

3. Mit welchen Maßnahmen / Projekten / Aktivitäten werden die Programme umgesetzt? In welcher Form werden die Schulen dabei unterstützt?

Sachdarstellung:
„Schule ohne Rassismus“ ist ein Projekt, welches im Jahr 1995 von AktionCourage e.V. initiiert wurde. Kindern und Jugendlichen in Schulen wird in diesem Projekt die Möglichkeit gegeben, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten, indem sie sich bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden.

„Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ ist das größte Schulnetzwerk in Deutschland, dem über 1000 Schulen angehören. Grundsätzlich kann jede Schule den Titel erwerben, Voraussetzung dafür ist allerdings, dass 70 % der Menschen an einer Schule, darunter SchülerInnen, LehrerInnen und andere MitarbeiterInnen, sich mittels einer Unterschriftenliste dazu verpflichten, sich künftig gegen jede Form von Diskriminierung an ihrer Schule aktiv einzusetzen, bei Konflikten einzugreifen und regelmäßig Projekttage zum Thema durchzuführen.

Zudem braucht jede Schule, die eine "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" werden möchte, eine Patin oder einen Paten, die oder der die Schirmherrschaft über das Projekt übernimmt.

Die Kampagne „Schule ohne Homophobie“ wurde von SchLAu NRW initiiert, ein Netzwerk von 15 Schulaufklärungsgruppen in NRW, die in der lesbisch-schwulen Aufklärungsarbeit vor allem für Jugendliche tätig sind. Über 80 Ehrenamtliche engagieren sich in den lokalen Projekten. SchLAu NRW wurde im Rahmen der Agenda 21 als "Best Practice"-Beispiel ausgezeichnet. Träger des Projekts ist das Schwule Netzwerk NRW e.V.

Für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ist es wichtig, dass sie frühzeitig lernen, sich gegen jede Form von Diskriminierung einzusetzen und in Konflikten einzugreifen. Wie man dies tut, wird in den Projekten beigebracht und besprochen, die mit Teilnahme an dem Initiativen regelmäßig an den Schulen durchgeführt werden müssen.

Wir möchten in Erfahrung bringen, inwieweit diese Projekte an Düsseldorfer Schulen angekommen sind und wie es angenommen wurde. Des Weiteren ist in Erfahrung zu bringen, inwieweit die Stadt Düsseldorf die Schulen bei der Teilnahme an den Projekten unterstützt und auch zur Teilnahme animiert.

Mit freundlichen Grüßen

Clara Deilmann       Jens Petring      Wolfgang Scheffler

Antworten der Verwaltung