Anfrage zu: Zukunft der „Schulhelferinnen und Schulhelfer“
06. Sep 2011

An
Herrn Wolfgang Scheffler
Vorsitzender des Schulausschusses

Sehr geehrter Herr Scheffler,

im Rahmen der Einsparungen bei den Mitteln der Eingliederungstitel der Arbeitsagentur sind in den letzten Jahren bereits Stellen für sogenannte SchulhelferInnen fortgefallen. Vor dem Hintergrund der aktuell geplanten „Instrumentenreform“ der Bundesregierung, die mit weiteren Kürzungen beispielsweise bei den Arbeitsgele-genheiten und insbesondere der sogenannten „Jobperspektive“ verbunden ist, bittet die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung am 6.9.2011 zu nehmen und durch die Verwaltung beantworten zu lassen:

1. Wie viele Stellen für Schulhelferinnen stehen derzeit wie lange noch in Düsseldorf zur Verfügung?

2. In welchen Bereichen werden diese SchulhelferInnen derzeit tätig und wie wird sich die Situation vor dem Hintergrund der geplanten Instrumentenreform aller Voraussicht nach verändern?

3. Welche Überlegungen hat die Verwaltung entwickelt, um die Aufgaben weiterhin durchführen bzw. das Aufgabenspektrum eventuell auch erweitern zu können, beispielsweise durch Eigenmittel, das Bundesfreiwilligenjahr oder ehrenamtliches Engagement?

Sachdarstellung:
Durch die von der Bundesregierung geplante Instrumentenreform werden die Fördermöglichkeiten für langzeitarbeitslose Menschen erneut stark eingeschränkt. Damit steht der weitere Einsatz von sogenannten „Schulhelfern“, die aus Mitteln der ARGE und einem kommunalen Eigenanteil gefördert werden konnten, in Frage.

Dies ist nicht nur ein Problem für langzeitarbeitslose Menschen, die über die entsprechenden Programme wieder eine Perspektive hatten. Auch die Unterstützung der Schulen / Entlastung von SchulleiterInnen und Lehrpersonal durch zusätzliche Kräfte (beispielsweise in Selbstlernzentren/Bibliotheken, aber auch in anderen organisatorischen Bereichen) fällt u.U. fort. Dabei sind diese SchulhelfernInnen dringend nötig, damit die Schulen den wachsenden Anforderungen, gerade auch in Bezug auf die individuelle Förderung von Kindern, gerecht werden können.

Mit freundlichen Grüßen

Clara Deilmann          Jens Petring            Wolfgang Scheffler

Antworten der Verwaltung